Spicy Avocado-Erbsenmus mit Bratkartoffeln

Während sich das Internet darüber streitet, wer wieviele Follower auf Instagram gekauft hat, steh’ ich in der Küche und zähle Erbsen für’s Abendessen. Es gibt halt einfach Tage, da hilft nur eine große Portion Erdäpfelecken, die man in leckere grüne Guacamole tunkt.

Ja, Guacamole. Der vermutlich beste, vegane Dip der Geschichte. Wie kann man es nur mit seinem Gewissen vereinbaren eine Mauer errichten zu wollen, um ein Land von sich abzugrenzen, welches so viele kulinarische Köstlichkeiten auf die Teller der restliche Welt gebracht hat. Natürlich weiß ich, dass man als Westeuropäer nicht gerade dem ökologischen Fußabdruck schmeichelt, indem man Südfrüchte isst (ja, die Avocado ist aus botanischer Sicht eine Frucht), ABER sind wir uns doch ehrlich: Jeder hat ein nachhaltiges Manko und Avocados sind doch einfach so wandelbar und lecker! 

Heute hab ich mich übrigens mal an einer neuen Guacamole-Variation versucht, denn alltägliche Küchenexperimente im Hause Blattgrün stehen meist sowieso an der Tagesordnung. Als mir ein paar Erbsen aus dem Tiefkühler entgegen gekullert sind (gut, es war die halbe Packung und es hat ewig gedauert sie einzusammeln), war ich in Gedanken schon ganz bei der schönen grünen Farbe, die mit dem Avocadomus zusammen noch viel leuchtender werden würde. Obama hat einmal getweetet “not buying peas in guac. onions, garlic, hot peppers. classic.”, ABER man soll ja nicht voreingenommen sein. Ja, Guacamole braucht eigentlich nicht mehr als Zwiebeln (wenn überhaupt), Knoblauch und Schärfe, doch ein paar heimische Hülsenfrüchte sorgen zumindest an dieser Stelle dafür, dass der Avocadoverbrauch beim Kochen minimiert wird. 

Zutaten + Zubereitung

1 reife Avocado
1 Knoblauchzehe
1 EL Limettensaft
2 Handvoll Erbsen (hier TK-Ware)
Salz, Pfeffer
Pfefferoni nach Bedarf

Ich bin bei der Zubereitung immer sehr spartanisch: Wenn du einen guten Mixer dein Eigen nennen darfst, kannst du alles gemeinsam zu einer cremigen Masse mixen (ohne Schalen und Kerne versteht sich.). Falls nicht: Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken.  Pfefferoni klein schneiden. Knoblauchzehe schälen und ebenfalls klein schneiden. Vorbereitete Erbsen mit einer Gabel zerdrücken. Alle Zutaten nun in einer Schüssel vermengen und mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Das Foto zeigt es zwar nicht richtig, aber die Avocadocreme hat hier versuchsweise Paradeiser drin. Von Tomaten in der Guacamole würde ich dir an dieser Stelle aber eher abraten, da sie den Dip verwässern. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Guacamole viel besser wird, wenn man sie einfach weglässt und stattdessen eine Salsa Mexikana daraus macht (Tomaten, Zwiebel, grüne Chilischoten). 

Ich persönlich finde übrigens, dass sich Guacamole nicht nur zu Tacos oder in Wraps und Chili sin Carne sehr gut macht, sondern auch wunderbar zu Kartoffelecken passt. Der Herzensmann war sogar so angetan, dass er sein Essen gegen meines tauschen wollte. (Ich weiß übrigens nicht, ob ich ihn davor schon überhaupt jemals Avocadogerichte essen sehen hab.) Trotz seiner immerwährenden Würzkritik (typisch Mann, braucht für alles Unmengen Salz), hab ich ihm am Ende ganz verliebt das Teller überlassen. 

Zubereitung Kartoffelecken

Kartoffelecken sind genauso easy peasy zubereitet wie die Guacamole: Erdäpfel nach Belieben waschen & putzen, sowie achteln. Ob mit oder ohne Schale bleibt dir selbst überlassen. Wenn du jedoch die Schale dran lassen möchtest, greif unbedingt zu Bio-Kartoffeln! Optional mit ein wenig hitzefestem Öl bestreichen, salzen und für etwa 30 Minuten (je nach Größe und Dicke der Kartoffeln) bei 200°C Ober-/Unterhitze braten lassen. 

Was sagst du: Erbsen in der Guacamole – Yay or nay? 

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2 Comments

  • Reply
    Diana
    3. April 2017 at 15:53

    Ich liebe Avocado und bin immer wieder auf der Suche nach neuen Rezeptideen. Und hier bei dir bin ich fündig geworden. Der spicy Avocado-Erbsenmus hört sich lecker an. Werde ich bei Gelegenheit selber ausprobieren.
    LG, Diana

    • Reply
      Tanja
      3. April 2017 at 23:12

      Hy Diana! Das freut mich sehr! :)
      Ich hab deine Bärlauch-Ravioli auch schon ins Auge gefasst. Die sehen verdammt lecker aus!
      Liebe Grüße, Tanja

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