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Meine erste Yogastunde – Yoga mit Marlen

Das erste Mal Yoga ist wie ein Date mit dem Unbekannten. Man ist neugierig, aber immer noch ein bisschen angespannt. Man fragt sich: Was passiert, wenn ich den Ansprüchen nicht gerecht werde? Was ist, wenn andere besser sind als ich? Aber starten wir am Anfang der Geschichte.

Ich folge seit ein paar Monaten einigen Yogis auf Instagram und lasse mich von den vielen tollen Bildern inspirieren. Alles wirkt so beweglich, sportlich, aber gleichzeitig auch wahnsinnig entspannt. Also habe ich die Inspiration zu Motivation gemacht und Marlen darum gebeten, mir eine private Yoga-Stunde zu geben. Meine erste Yoga-Stunde ever! Ich muss zugeben, dass ich bis zum Zeitpunkt des Beginns ein wenig skeptisch war. Auf den Fotos sieht man immer nur diese wunderschönen, extraflexiblen Modelyogis in absolut unvorstellbaren Posen. Deshalb hatte ich vor den Körperübungen am meisten Angst. Ich dachte, ich müsste mich auf der Stelle verbiegen und verrenken, was in meiner derzeitigen Lage absolut unvorstellbar war. Mein erster Gedanke also: Ich komme nicht mal bis zu den Zehen runter, also werde ich mich sicher blamieren. Ich bin mehr so der stressanfällige, verspannte, mittelmäßig unbewegliche Typ Frau, die gerne mal sich selbst mit anderen vergleicht und vor lauter Hektik auch gleich noch die Yogamatte für die erste Stunde vergisst.

„Wir versuchen jetzt einfach mal Acroyoga!“, sagte sie beim Betreten ihres nagelneuen Yogaraums, der übrigens wunderschön ist. Acroyoga? Vertrauen ist ein wichtiger Stützpfeiler bei Acroyoga. Körperspannung ebenso. „Halleluja, das kann was werden.“, dachte ich bei mir, da ich zu diesem Zeitpunkt beides nicht wirklich hatte. Marlen, wie soll es anders sein, hat das natürlich sofort erkannt und mir die Angst genommen, noch bevor wir überhaupt mit den Übungen angefangen haben. Nach dem ersten fehlgeschlagenen Versuch (aufgrund meiner abflauenden Nervosität wohlgemerkt) haben wir die erste Pose jedoch gleich mal bravourös gemeistert. Ich war wahnsinnig stolz auf mich und meine Körperspannung konnte sich von Übung zu Übung weiter ausbreiten. Nach ein paar weiteren Posen konnte ich sogar meine Bewegung mit meiner Atmung koordinieren – und das klingt leichter, als es wirklich ist. Nach meiner ersten Yogastunde war ich total euphorisiert, motiviert und voller Energie. Fast so, als hätte ich etwas Wundervolles in mir aktiviert, das ganz tief geschlummert hat. Ich kam mit starken Nackenverspannungen und ging mit vielen tollen, und vor allem einfachen, Übungen, die ich jeden Morgen aufs Neue mache. Ich liebe es seitdem regelrecht meinen Körper zu spüren, indem ich ihn Wirbel für Wirbel dehne. Meine Kopfschmerzen sind nach einem Monat viel weniger schlimm und treten nur mehr sporadisch auf. Und auch meine Heilmasseurin merkt den Unterschied. Dafür bin ich sehr dankbar. Yoga heißt für mich seit Marlen nicht mehr überflexible Verrenkungen zu machen und anderen nachzueifern, sondern auf seinen Körper zu hören, eine positive Beziehung zu ihm aufzubauen, Auszeit, Entspannung, Genesung und Einklang. Und das alles in nur 15 Minuten täglich.

Man merkt, dass sie Yoga aus vollem Herzen betreibt und Freude daran hat ihr Wissen weiterzugeben. Sie ist eine aufmerksame Gesprächspartnerin, eine gute Lehrerin und achtet sehr darauf, dass Übungen richtig gemacht werden, um Schäden bei falscher Durchführung zu vermeiden. Wenn ihr also genauso unentspannt, gestresst und hektisch durch’s Leben rennt wie ich, empfehle ich euch mit reinem Gewissen und viel Herz YOMA weiter. Ich kenne Marlen ja eigentlich schon mein ganzen Leben lang, ihr aber vermutlich nicht. Deshalb habe ich ihr auch gleich ein paar Fragen gestellt, um das Eis für euch zu brechen:

Marlen

Marlen in Yogapose – Yogaübungen stärken nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und bringen beides in Einklang.

T: Erzähle doch zu Beginn mal ein bisschen über dich.

M: Da gibt es 1000 und 1 Dinge. (Anmerkung: Stimmt, z.B. gehört Marlen zu meiner Familie, ist Sternzeichen Waage, sowie unter anderem abenteuerliche Teeliebhaberin, einfühlsame Weltenbummlerin und humorvolle Quinoaköchin.)

T: Was heißt Yoga für dich?

M: Yoga ist für mich Frage und Antwort zugleich. Einerseits wirft das große Ganze täglich neue Aspekte auf, die meine Neugierde wecken. Andererseits finde ich in schwierigen Lebensabschnitten die notwendige körperliche und mentale Ausgeglichenheit im Yoga.

T: Was war für dich ausschlaggebend, um mit Yoga zu beginnen?

M: Damals stand für mich ausschließlich die Bewegung im Mittelpunkt – Ich liebe es meinen Körper zu spüren. In meinen ersten Kursen erkannte ich, dass das, was ich abends auf der Couch, nach dem Joggen oder Klettern intuitiv machte, in Hochglanzmagazinen als Yoga beworben wurde.

T: Warum sollte ich Yoga machen?

M: Warum solltest du es nicht machen? Die Neugier steht am Anfang. Jetzt ist es an der Zeit, dir ein paar Yogalehrer und Stile anzusehen und herauszufinden, was Yoga mit dir macht.

T: Was erwartet mich in meiner ersten Yogastunde?

M: Hoffentlich ein sensitiver Lehrer, der dir Stück für Stück hilft mehr Körpergefühl zu finden und dir beibringt, wie du dieses Gefühl auch mit in den Alltag nehmen kannst. Ich biete Workshops, die für Yoga Neulinge designt sind und Fortgeschrittenen die Chance zum Auffrischen ihrer Basis gibt. Kern sind die Grundprinzipien der Ausrichtung anhand von beliebten, simplen Übungen.

T: Ich habe gehört, dass Yoga auch schädlich für den Körper sein kann. In welchen Fällen trifft das zu?

M: Yoga hat sehr viel mit Gefühl zu tun. Es geht darum Stück für Stück Grenzen auszuloten. Wer dabei nicht auf seinen Körper hört, und sich wie eine Puppe in irgendwelche Schablonen pressen will, wird dafür einen Schuss vor den Bug in Form von Schmerzen ernten.

T: Ist Yoga auch was für Männer?

M: Nee, nur was für Weicheier! So wie Frauen bestenfalls daheim hinter’m Herd bleiben und die Rasselbande großziehen (lacht). Sarkasmus beiseite. Es gibt sogar männliche Yogis, die ziemlich sexy sind, aber darum geht es im Grunde gar nicht. Yoga ist Bewegen & Atmen. Ich sehe nicht, wie das auch nur irgendeine Menschenseele ausschließen kann. (Marlen hat übrigens auch schon einen schönen Blogartikel darüber geschrieben: Warum Mann kein Yoga machen sollte!)

T: Kann ich mit Yoga auch Muskeln aufbauen?

M: Und wie! Du würdest staunen wie anstrengend Yoga sein kann. Yoga ist eine der Sportarten, die alle Muskeln erreicht.

T: Die meisten Fitnessstudios bieten Yogakurse an, aber leider immer in sehr großen Gruppen. In welcher Gruppengröße machst du deine Kurse?

M: Es ist eine große Herausforderung jeden da abzuholen, wo er gerade steht. Umso mehr, wenn die Gruppe laufend variiert. Ich unterrichte daher gerne in Yoga-Blöcken. Der Fokus der einzelnen Stunden orientiert sich an den präsentesten Herausforderungen, der Kurs ist aufbauend.

T: Was machst du eigentlich so, wenn du gerade keinen Yogaunterricht gibst?

M: Ich liebe die Abwechslung und habe schon viel probiert. Hobbys, die mich lange begleiten, sind Backpacken, Wandern, gesundes Kochen und gut Essen, Sachbücher lesen, gute Filme schauen, Pläne schmieden – und seit Neustem auch Bloggen auf yoma.at

studio

Das neue Yogastudio von YOMA eröffnet am 28. September

Wenn ihr nun Lust auf YOMA bekommen habt, schreibt Marlen doch mal ganz unverbindlich oder meldet euch bestenfalls gleich in einem ihrer Kurse an! Und ich sage euch, ihr habt die Qual der Wahl, denn das Programm ist vielfältig und einzigartig: Yoga-Kurse, wie den Acro Yoga-Play Club oder das Sunset Yoga im Sommer, Personal Training für die volle Ladung Aufmerksamkeit und maßgeschneidertes Training, Yoga-Workshops, wie beispielsweise das Candle Light Yoga oder der Friday Night Yoga Club, Business Yoga für Unternehmen sowie, und jetzt kommt’s, organisierte Yoga Reisen nach Thailand für Weltenbummler und Freigeister. 

Ihr findet Marlen auf www.yoma.at, könnt sie auf Facebook besser kennen lernen sowie immer up to date sein und mit ihr gemeinsam auf Youtube in einen entspannten Tag starten oder den Mondgruß machen. (Bildnachweise: Die Bilder wurden mir freundlicherweise von YOMA zur Verfügung gestellt. Dankeschön und Namaste, meine Liebe!)

1 Comment

  • Reply
    Marlen
    11. September 2014 at 9:52

    Danke liebe Tanja für die gemütliche Session und diesen feinen Bericht. Ich strahle von einem Ohr zum anderen und freu mich sehr über die Erfahrungen, die wir gemeinsam gemacht haben!!!

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