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Gesunde Müsliriegel

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viel Industriezucker sich in Supermarktregalen versteckt. Sogar im Müsliriegel aus dem Bioladen findet man ihn. Dort heißt er dann „Rohrohrzucker“. Ein Feind der Bauchspeicheldrüse bleibt er aber trotzdem. Warum also nicht einfach selber machen?

Viele verschiedene Nüsse, Samen und ein bisschen Trockenobst. Ein kleiner Energielieferant für zwischendurch. Mehr sollte da auch nicht drinnen sein. Müsliriegel sind schnell gemacht, lecker und vor allem frei von Industriezucker. Außerdem kann man so ziemlich alles hineinpacken, was man gerne mag und weiß genau, welche Zutaten enthalten sind. Kein versteckter Zucker, kein Milchpulver, keine gehärteten Fette, keine Konservierungsstoffe! Dafür viele natürliche Proteine, Ballaststoffe und gesunde Fette! Alles easypeasy, biologisch und vegan. Wie kann man da noch nein sagen?

Als Grundzutat findest du hier Dinkelflocken. Natürlich funktioniert das Rezept auch mit Haferflocken oder glutenfreien Alternativen, wie z.B. Sojaflocken. Anschließend folgen die gesunden Proteine: Samen, Nüsse und Kerne. Auch hier kannst du variieren und hineinpacken, was dir schmeckt. Statt den Cashewkernen kannst du beispielsweise auch Walnüsse oder Pekanüsse verwenden. Um den Riegeln ein wenig Süße zu verleihen, folgt eine Tasse ungesüßtes Trockenobst, die du ebenso nach deinen Vorlieben gestalten kannst. Letztendlich wird die Masse noch mit Zimt gewürzt. Es hält den Blutzuckerspiegel niedrig und eignet sich perfekt für süße Leckereien. Wenn du jedoch kein Zimt magst, kannst du es natürlich getrost weglassen. Die Zuckermäuse unter euch können gerne mit 3EL Honig (nicht vegan), Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft nachsüßen. Weitere Rezepte für raffiniert-zuckerfreie Riegel findet ihr hier: Marillenriegel mit Kokos und Brownie Bars.

Rezept für gesunde Müsliriegel

Zutaten für ein kleines Blech:
2 Tassen gehackte Dinkelflocken oder Emmerflocken
3 kleine Bananen
1,5 Tassen Salat-Kernmix von Davert (oder je eine halbe Tasse Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Mandeln)
0,5 Tassen gehackte Cashews
0,25 Tassen geschälte Hanfsamen
1 Tasse kleingeschnittenes Trockenobst (Goji Beeren, Rosinen, Cranberries, getrocknete Apfelstücke & Co.)
1TL Zimt
0,5TL Vanille oder 1TL Vanilleextrakt
1 Prise Himalayasalz

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Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Bananen mit einer Gabel in einer großen Schüssel zerdrücken und Vanille, Zimt sowie Salz hinzufügen. Kernmix, Nüsse, Samen und Trockenfrüchte hinzufügen und vermengen.

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Eine Form (ca. 20x30cm) mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Form geben und ein wenig andrücken. Und für die Perfektionisten unter euch: Anschließend mit einem Nudelholz glatt rollen, damit nachher alles schön zusammenhält. Die Riegelmischung sollte ungefähr 1cm dick sein. In den Ofen schieben und bei 160-170°C Umluft für etwa 25 Minuten backen. Jedoch Vorsicht: Die Backzeit kann variieren! Wenn die Ecken goldbraun werden, ist der große Müsliblock auf alle Fälle fertig gebacken.

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Die Müsliplatte nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und in Riegel schneiden. Im Gefrierschrank sind sie, gut eingepackt, etwa ein Monat haltbar. Wer mag, kann auch dunkle Schokolade schmelzen, die einzelnen Riegel zur Hälfte eintunken und aushärten lassen.

13 Comments

  • Reply
    kate
    28. April 2018 at 21:20

    oooh, wie lecker der teig im rohen zustand schon schmeckt! ich hab mit haferflocken (kleinblatt), feigen+datteln, ohne vanille und hanf gearbeitet, dafür aber noch etwas kakaopulver dazugetan. göttlich! jetzt sind sie im ofen. mein mann läuft morgen seinen ersten halbmarathon und ich hoffe, sie geben im genug energie. wunderbares rezept! danke! :)

    • Reply
      Tanja
      29. April 2018 at 13:33

      Hy Kate! Mah, das klingt sehr lecker! Freut mich, dass dir der Teig so schmeckt – Kenn ich gut! :D
      Liebe Grüße
      Tanja

  • Reply
    DIY-Müsliriegel ohne Obst - blattgrün
    24. März 2018 at 17:19

    […] gibt es im Blog schon zwei Granola Bar-Backanleitungen zu finden, die entweder mit Banane und Apfel oder mit Marille und Kokos gesüßt werden. Ich persönlich mag beide Variationen sehr gerne, da […]

  • Reply
    Carola
    10. Januar 2018 at 22:06

    Ich bin total begeistert. Dein Rezept ist bis jetzt das einzige, welches ohne Zusatz von Zucker, Honig, Agavensirup etc. auskommt. Trotzdessen sind die entstandenen Riegel ausreichend süß und sehr lecker. Bis auf meine jüngste Tochter, konnte ich alle anderen Familienmitglieder überzeugen. Ich habe bei der Zubereitung meinen Blender genutzt, sodass die Herstellung sehr schnell ging, was mich noch mehr überzeugte. Ich werde also eine Wiederholungstäterin sein. Vielen Dank für deine Inspiration. Könnte ich die Banane auch durch anderes Obst ersetzten, z.B. Mango?

    • Reply
      Tanja
      10. Januar 2018 at 22:22

      Hy Carola! Das freut mich sehr! :)
      Ich bin mir fast sicher, dass es auch mit anderen Obstsorten funktioniert, insofern diese eine gewisse „Sämigkeit“ haben, damit die Masse gut zusammenhält. Lass mich wissen, ob es mit den Mangos ebenso gut funktioniert – Ich bin gerade sehr neugierig geworden! ;)

      Liebe Grüße

  • Reply
    Vegane Marillenriegel mit Kokos (ohne Banane) – blattgrün
    9. August 2017 at 15:23

    […] mein älteres Müsliriegel-Rezept derzeit unter den Top 3 der meist besuchten Artikel auf Blattgrün ist, möchte ich heute gerne ein […]

  • Reply
    Margherita Degenhart
    30. Juli 2017 at 21:59

    Daumen hoch für diesen Beitrag! Klasse Content, ich hoffe hier kommen in Zukunft noch viele weitere Beiträge! :)

  • Reply
    Daniela
    3. Januar 2017 at 16:04

    Hallo Tanja, ist die Banane zwingend notwendig als bindende Zutat oder geht es auch ohne. Ich finde das Rezept an sich super, halte Bananen aber nur in Sonderfällen aus XD

    • Reply
      Tanja
      3. Januar 2017 at 17:22

      Hy Daniela!
      Eine gute Frage, die ich dir so leider nicht beantworten kann. Das Rezept funktioniert bestimmt auch ohne Bananen, jedoch benötigst du eine Alternative damit die Masse klebt und schön zusammenhält. Das kann z.B. Süße sein (Honig, Datteln, Reissirup, etc.) oder Flüssigkeit (Wasser, geschmolzene Butter, Nussmilch, etc.). Ich würd sagen: Einfach mal ausprobieren! :) (Und vorsichtig bei der Backzeit sein, denn die könnte dann variieren.) Lass mich wissen, ob’s funktioniert hat! Liebst, Tanja

    • Reply
      Jesse Gabriel
      4. August 2017 at 21:41

      Vielleicht ist das ja etwas für dich, ich mag auch nicht so gerne Bananen, habe Hokkaido Püree verwendet, war super lecker!
      Grüße
      Jesse Gabriel

      • Reply
        Tanja
        5. August 2017 at 18:39

        Super Idee, Jesse!
        Danke für den Input – Werd ich wohl selbst sogar demnächst mal ausprobieren. :)
        Liebe Grüße

  • Reply
    Anonym
    31. März 2016 at 7:58

    Und das ganze in g statt in Tassen ist wieviel?

    • Reply
      tanjachampagner
      31. März 2016 at 18:23

      Kann ich dir leider nicht sagen, da ich es nicht in Gramm gewogen habe. Eventuell findest du jedoch hier passende Mengenangaben von Tasse zu Gramm. LG Tanja

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