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Urban Gardening und ein Rucola-Erdbeer-Salat

Nachdem ich mich heute beim Blick nach Draußen wetterbedingt im Wohnzimmer verkrieche, gibt’s mal wieder einen Rezeptartikel für dich. Plus: Warum du deinen Balkon oder deine Terrasse unbedingt mit ein wenig essbarem Grün schmücken solltest, erfährst du heute im Blog.

Ich und der Herzensmann sind vor etwa neun Monaten von Linz in die Vorstadt gezogen. Warum? Vor allem, weil ich mich bei unseren ewigen Besichtigungstouren in unseren neuen, großen Balkon verliebt habe. Für mich war klar, dass wir ihn diesen Sommer zu einem kleinen, essbaren Dschungel umfunktionieren. Es ist ja absolut kein Geheimnis (siehe Blogname), dass ich mich umso wohler fühle, desto mehr Grün mich umgibt. Ganz egal, ob in oder außerhalb der eigenen vier Wände. Pflanzen machen das Leben einfach schöner, entspannter und gesünder. Vor allem, wenn man sie auch essen kann! Glücklicherweise habe ich einen Mann an meiner Seite, der meinen Faible für Grünzeug akzeptiert und mich ohne Muh und Mäh herumgärtnern lässt. Außerdem hat er ein grünes Händchen für Erdbeeren, was mich sowieso ganz verliebt macht! Unser Balkon beherbergt mittlerweile verschiedenste Blattsalate, Zucchinis, Gurken, Tomaten, Chilis, Paprika, Karotten, Radieschen, Erdbeeren, Ananaskirschen, einen Cola-Strauch und jede Menge Gewürz- und Heilpflanzen. Und ich könnte nicht glücklicher sein! 

 

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Natürlich macht ein essbarer Balkon auch Arbeit! Im Hochsommer muss man fleissig gießen, im Winter soll dafür wieder alles schön warm eingepackt werden. Da ein Balkon nunmal kein Garten ist, muss man auch immer wieder düngen und sich gegebenenfalls um Schädlinge kümmern.

Warum dann aber überhaupt diese paar Monate voller elterlicher Aufopferung, Anstrengung und Liebe für ein kleines bisschen Obst und Gemüse? Ganz einfach: Weil es wirklich unglaublich viel Freude bereitet! Wenn man die eigenen Tomaten oder Gurken erntet, braucht man sich nicht über Herkunft oder Pestizide sorgen! Du weißt genau, was auf deinem Teller landet und wie viel Liebe dahinter steckt. Denn, wenn es für ein paar Erdbeeren einige Wochen braucht, lernt man Lebensmittel erst mal so richtig schätzen! Klar, wir alle gehen einkaufen und greifen selbstverständlich in die Gemüsekiste, aber -Hand auf’s Herz- wer hat sich schon einmal wirklich Gedanken darüber gemacht, wie lange die Tomate eigentlich am Strauch gewachsen ist, mit welchen Spritzmittel sie benebelt wurde, wer sie gepflückt hat, welchen Weg sie hinter sich hat und wie lange sie schon im Regal liegt, bevor sie auf der abendlichen Pizza landet? 

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Was mich auch gleich zum nächsten Pluspunkt bringt: Frische. Es geht einfach nichts, wirklich nichts, über’s Selberpflücken! Ich hatte als Kind das Glück in einem Haus mit Garten aufzuwachsen. Rausgehen, spielen, Erdbeeren naschen, Ribisel vom Strauch stibitzen, Karotten aus der Erde ziehen, auf dem Apfel- oder Weichselbaum herumkrabbeln, weiterspielen. Frischgepflücktes schmeckt einfach besser. Eine sonnengereifte, frische Erdbeere stellt jeden noch so schönen Erdbeerkorb aus dem Supermarkt in den Schatten – Kein Schimmel, kein Gatsch, dafür aber fully loaded mit Liebe, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen! (Die werden nämlich ab dem Zeitpunkt des Pflückens über Stunden immer weniger und weniger.)  

Mein diesjährige Lieblingskombi im Juni sind definitiv Rucola und Erdbeeren. Mein frühsommerlicher, grüner Liebling enthält viele B-Vitamine (v.a. Folsäure), mehr Vitamin C als Orangen, sekundäre Pflanzenstoffe und jede Menge Mineralstoffe! Rucola wächst bei uns pflegeleicht und unnachgiebig auf der eher schattigen Balkonseite. Erdbeeren wachsen bei uns auf der sonnigen Balkonseite, trotzen jedem Sturm, sind wundervoll kalorienarm, erfrischend, sowie voller Vitamin C, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe. Deshalb gibt es heute eine kleine Salatinspiration für die sommerliche Grillsaison, die ich gerne mit dir teilen möchte. Das Rezept ist easy peasy-wandelbar (vegan, vegetarisch oder omnivor), lecker und gesund. 

Zutaten für 1 Person

Salat:
1 Handvoll Erdbeeren, frisch vom Balkon
2-3 Handvoll Rucola, frisch vom Balkon
0,5 Handvoll Walnüsse
100g Feta, Tofu, Grillkäse, Halloumi oder Hähnchen
Optional: Parmesan
Dressing:
4 EL Walnussöl
2 EL Essig (hier: Dattelessig)
1 TL Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
Optional: Kräuter nach Belieben

Zubereitung

Rucola sowie Erdbeeren waschen. Walnüsse in kleine Stücke brechen oder hacken.
Tofu, Grillkäse, Hähnchen oder Ähnliches grillen bzw. in der Pfanne anbraten.
Erdbeeren würfeln oder in Scheiben schneiden.
Essig, Senf, Kräuter, Salz und Pfeffer vermengen und anschließend das Walnussöl zugeben.
Rucola auf dem Teller verteilen. Erdbeeren, Nüsse, Tofu/Grillkäse/Hähnchen auf dem Salat verteilen und mit dem Dressing anrichten.
Optional Parmesan darüber streuen. Mahlzeit!

 

1 Comment

  • Reply
    Das ABC des Zero Waste | blattgrün
    13. November 2016 at 17:57

    […] einen Balkon oder sogar einen Garten ihr Eigen nennen können? Wunderbar! Nutze dieses Privileg und pflanze dein eigenes Essen an. Das Schöne an Pflanzen ist, dass sie nach dem Aussähen von selbst wachsen, wenn genügend Sonne […]

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