Von Blogger zu Blogger: stellamina

Schöne Dinge soll man ja bekanntlich teilen. Deshalb gibt es auf blattgrün nun eine neue Rubrik, die sich ganz den nachhaltigen BloggerInnen aus Österreich widmet. Mein heutiger Gast ist Amina – Bloggerin, Ökoschnitte und Querdenkerin.
Amina ist einer meiner heimlichen Girl Crushes und das hat unendlich viele Gründe. Sie schreibt nicht nur, weil sie es kann, sondern weil sie es liebt. Alles auf stellamina.com ist nicht nur absolut lesenswert, sondern steckt dabei gleich noch, ganz nach ihrem Motto „Let’s life the most beautiful and purposeful life!“ voller Leidenschaft, Kreativität und schöner Fotos, die allein für sich schon viele Geschichten erzählen würden. 

Warum sie selten grantig ist, wo ihre Schwächen liegen und wie so ein typischer Tag im Leben von Amina aussieht, kannst du heute im Blog nachlesen. Meet Amina:

Hy Amina! Alles im „grünen“ Bereich?

Klar. Grün grün grün, ist alles was ich habe. ;)

Lieber Vorspeise oder Nachspeise?

Lieber Vorspeise. Gerne auch mal zwei statt der Hauptspeise. Ich mag es mehreres Kleines, aber Verschiedenes zu probieren und: Lieber herzhaft vor süß.

Was müsste ich für dich kochen, wenn ich dich verliebt machen will?

Also Liebe mag zwar durch den Magen gehen, aber da gehört schon ein kleines bisschen mehr dazu, damit ich mich in jemanden verliebe, als den Kochlöffel zu schwingen. Wenn er aber gute, frische Zutaten verwendet und diese auch mit Freude zubereitet, kann kaum etwas schiefgehen. Gerne orientalisch oder asiatisch angehaucht.

„stellamina ist ein Ort an dem ich hinterfrage, Antworten suche und so manche Antwort finde und gebe.“ Was wurde eigentlich aus Grasgrün & Himmelblau?

„Grasgrün & Himmelblau“ war die Teenagerin. Als sie groß wurde, behielt sie sich zwar ihre Verrückheit und Verspieltheit, zog aber um, auf einen neuen Blog mit neuen Namen. Auf GG&HB habe ich viel probiert und gelernt, bin aber irgendwann über den Namen hinausgewachsen. Mit stellamina.com kann ich mehr von meiner Persönlichkeit mit einbringen. Es ist die gleiche Person in Hintergrund, ähnliche Themen im Vordergrund, aber erwachsener, ernsthafter und auch vielseitiger.

Welchen Tipp hast du für mich, um die Welt ein kleines Stückchen schöner und nachhaltiger zu gestalten?

Warte nicht auf Morgen! 
Die Sache mit dem Verschieben ist nicht nur in Bezug auf Arbeit und Uni ein Thema, sondern auch auf den Alltag. Jeder Schritt, jeder Gedanke zählt und sei er noch so klein. Es sind die üblichen Verdächtigen, Plastik-Sackerl, Plastikflaschen, Verpackungen & Co, die bereits einen großen Unterschied machen!

Von Blogger zu Blogger: Was nervt dich als Bloggerin derzeit am meisten?

Ich finde es schade, das das Bild der Blogger nach wie vor so unflexibel ist. Einmal als Blogger abgestempelt gilt man als habgierig und oberflächlich, was nicht wahr ist. Schade finde ich auch, dass es so wenig Raum für neue innovative BloggerInnen gibt. Im Weltbild der großen Firmen & Medien sind es immer die Gleichen, die Aufmerksamkeit geschenkt bekommen.

Ich kenn dich ja (leider) nicht persönlich. Im Internet bist du aber wie ein kleiner, atomarer Brennstab – Voller Energie und Leuchtkraft. Damit will ich sagen: Ich kenne kein Bild von dir, das mir nicht automatisch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Hast du auch mal schlechte Tage? Wenn ja, würde ich es überhaupt merken?

Haha. Mit dieser Frage hast wiederum du mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! Tatsächlich bin ich ein ziemlicher Sonnenschein und fast immer gut drauf. Meine schlechten Tage beschränken sich eigentlich auf die wenigen Momente der Überforderung. Wenn man täglich seine Arbeit, die Uni und den Blog unter einen Hut bringen muss, und dabei auch ein bisschen Freizeit behalten möchte, stößt man immer wieder an seine Grenzen, sie auch mal zu einem erschöpften oder grantigen Blick führen. Besonders lang hält das aber nicht an, weil ich mich in der nächsten Sekunde sofort wieder in der Begeisterung für eines der Themen verliere.

Du bist ja in Linz aufgewachsen. Hast du nachhaltige Hot Spots, die du an dieser Stelle kurz vorstellen möchtest?

Man würde zwar meinen „In Linz beginnt’s“, aber was Nachhaltigkeit angeht, hat Linz noch einiges aufzuholen. Kulturell tut sich dafür sehr viel! Wenn ich mal in Linz bin, findet man mich je nach Tageszeit irgendwo zwischen OK-Platz (offenes Kulturhaus) und Tabakfabrik. 
Wenn ich mal auf einen Café innehalte, dann entweder bei Die Brüher oder Friedlieb und Töchter. Nach Kleidung suche ich entweder im Kleidermachenleute oder im Second Hand-Store Moschi.

Welche österreichischen BloggerInnen mit Bezug zu Nachhaltigkeit hast du in dein Herz geschlossen?

Hui, da gibt es mittlerweile einige. Justine kept calm and went vegan habe ich bereits vor einem Jahr kennengelernt und den Kontakt gehalten oder auch Vivi von Vanillaholica sowie Helena und Eva von thesophisticatedsisters. Wer über Nachhaltigkeit und österreichische Blogs schreibt, sollte im selben Satz natürlich auch Maddie von DariaDaria erwähnen. Maddie ist für mich eine besonders inspirierende Frau in der Branche, vor der ich für ihr Engagement gerne meinen Hut ziehen würde, ich trage nur nie welche.

Man glaubt ja immer, Blogger mit Umweltbewusstsein wären die Chuck Norris(es) der Nachhaltigkeit. Jeden Tag Yoga, dreimal täglich Lebensmittel frisch vom Feld verkochen und vorm Schlafengehen noch kurz die Welt retten. Hand aufs Herz: Wo liegen deine Schwächen? Holst du dir manchmal Coffee to go im Plastikbecher?

Die Welt rette ich wohl eher im Traum. Aber immerhin ;) Tatsächlich bin ich in meinem Lebensstil sehr konsequent, mache Nussmilch und Getreidemilch nur selbst und versuche immer Neues zu entdecken. Trotzdem mache ich auch Ausnahmen und fühle mich deswegen nicht schlecht. In vielen Situationen geht es gar nicht anders als auch mal Verpacktes zu kaufen. 
Ganz grundsätzlich habe ich für mich ein Grundprinzip, nach dem ich immer handle: „Gesundheit vor Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit & soziale Gerechtigkeit vor vegan. Vegan vor dem Rest.“

Wie sieht so ein typischer Tag im Leben von Amina aus? Hast du überhaupt typische Tage?

Mein Alltag war die letzten Monate ein einziges Chaos. Tatsächlich habe ich aber gerade einen Tagesplan erarbeitet, der etwas mehr Konzept und Ruhe in meinen Tag bringen soll – und damit auch wieder mehr Zeit und Freiraum. Da ich nicht nur selbständig bin und den Blog nebenbei habe, sondern auch berufsbegleitend studiere, war das dringend nötig. Wenn es mir damit gut geht, werde ich ihn auch mit euch teilen. (Anmerkung blattgrün: In ihrem Blog könnt ihr nun wirklich einiges über Aminas „new rythm of life“ lesen.) Grob umfasst er: Zeitiges aufstehen, eine Stunde für Sport oder Kreativität, 8 h Arbeit oder Uni und zumindest ein Treffen mit einer mir lieben Person. Typisch für all meine Tage sind aber ein feines Frühstück, ein paar Stunden im Impact Hub Vienna und angeregte Gespräche. :) 

Was ist dein derzeitiges Lieblings-Crowdfunding-Projekt und warum sollte man es unterstützen?

Herrje, das fragst du jetzt und nächste Woche sind es schon Neue! Aktuell habe ich die Kampagne von EinGuterPlanPro unterstützt. (Anmerkung blattgrün: Amina liebt tolle Crowdfunding-Ideen und unterstützt diese, wo es nur geht. Also unbedingt mal auf ihrer Facebook-Seite vorbeischauen, liken und inspirieren lassen!)

Welcher ist dein liebster Artikel auf stellamina.com und warum sollte man ihn unbedingt lesen?

Time for Change ist ein sehr lesenswerter Artikel für alle die mich noch nicht kennen und wissen wollen wer ich bin, was ich tue und warum.
Das „Jetzt macht sie auch noch ihr Deo selber“ Rezept ist einer der spontansten, aber beliebtesten Artikel, die ich in letzter Zeit geschrieben habe. Ich finde ihn aber wunderbar, weil er zeigt wie einfach es sein kann, mit wenigen Zutaten eigene Produkte herzustellen und wie aktiv die Community hinter dem Thema gerade ist.

Danke für das Interview, liebe Amina! 

Foto-Credit: stellamina.com

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1 Comment

  • Reply
    Meine 7 liebsten Nachhaltigkeitsblogger aus Österreich - blattgrün
    13. Juli 2018 at 19:27

    […] aus Wien kennt man (oder hat man zumindest schon einmal gesehen). Vielleicht aus meinem Interview. Vielleicht aber einfach nur deshalb, weil man sie einfach nicht übersehen kann. Während man sie […]

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