Roher Ingwersirup

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich persönlich habe mich seit Herbstbeginn wieder richtig in Ingwer verliebt. Und ich bin ganz bei Konfuzius, wenn es darum geht, jedes Gericht mit der Gewürz- und Heilknolle zu veredeln. Was Ingwer so besonders macht und warum man ihn gerade in der kalten Jahreszeit nicht missen sollte, erfährst du heute im Blog.

Die scharfe Knolle zählt zu den ältesten und Gewürz- und Heilpflanzen der Welt. Während sie in der östlichen Welt schon vor tausenden Jahren verwendet wurde, kam sie erst während der Römerzeit nach Europa. Nachdem die fernöstliche Küche hierzulande immer beliebter wurde, fand der Westen mehr und mehr Gefallen am fruchtig-scharfen Geschmack des Ingwers. Die Schärfe erhält er übrigens durch den Inhaltsstoff Gingerol, der Schmerzen lindert, Übelkeit vorbeugt und die Wärmerezeptoren des Körpers aktiviert.

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Ingwer kann somit bei vielerlei Beschwerden wie Übelkeit, Reiseübelkeit, Appetitlosigkeit, Erkältungssymptome, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Magen-Darm-Zwickereien eingesetzt werden, da er antioxidativ, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, schleimlösend und appetitanregend wirkt. (Mit Vorsicht zu genießen ist er jedoch in der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Gallenproblemen, Bluthochdruck und Problemen der Blutgerinnung.)

Und weil Ingwer so schön wärmend ist, gibt es ihn derzeit in meiner Küche in zwei Varianten: Einmal als selbstgemachte Ingwerpaste für Gemüse- und Reisgerichte und einmal als süßen Sirup für Tee, Kuchen und präventives Löffeln für allerlei grippaler Wehwehchen. (Was soll ich sagen – Er schmeckt halt einfach so lecker!) Meine Variante des Sirups mache ich mit Honig, in welchem ich den Ingwer für zwei Tage “ansetze”. Für die vegane Variante würde ich Löwenzahnhonig empfehlen. 

Der Honigsirup hält sich im Kühlschrank etwa einen guten Monat lang. Wenn du ihn länger haltbar machen möchtest, nimm stattdessen genauso viel Zucker wie Ingwer und köchle beides mit dem Zitronensaft und Wasser, bis der Sirup eindickt.  

Rezept

0,5 Ingwerknollen (gewürfelt etwa eine Handvoll)
1-2 EL abgekochtes Wasser
4 EL Honig
optional: 1 Spritzer Zitronensaft

Ingwerknolle schälen und kleinschneiden und mit einem Stabmixer (oder Hochleistungsmixer) pürieren. (Wenn es Bio-Ingwer ist, kann man die Schale auch gerne dran lassen.) Ingwer in ein Schraubglas füllen, mit Honig, Wasser sowie Zitronensaft übergießen, verschließen und durchschütteln. 1-2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Die Flüssigkeit nun mithilfe eines feinen Siebes passieren und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. 

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Verwendungsmöglichkeiten

Ingwertee (1 TL mit einer Tasse heißem Wasser aufgegossen)
Alkoholfreier Ginger Ale (mit Mineralwasser aufgegossen)
Hustensaft (einen kleinen Teelöffel Sirup pur einnehmen – Vorsicht, scharf!)
Backwaren-Zutat für Kekse und Kuchen
Süßungsmittel für Tee, Müsli, Porridge, Joghurt und vieles mehr

Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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1 Comment

  • Reply
    Laurel Koeniger
    21. November 2016 at 17:38

    Wie gut!
    Ich liebe Ingwer und hab immer genug davon zu Hause. Der Sirup wird definitiv nachgemacht! Ist ja auch ein schön einfaches Rezept. :D

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