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Über rohvegane Erdnussbällchen und die Sache mit dem Healthy Sweets-Image

Rohvegane Erdnussbällchen | Blattgrün

Kennt ihr sie? Diese seltenen Momenten der Langeweile? Augenblicke, in denen gerne einmal unverhofft der Süßhunger zuschlägt, weil’s sonst grad nichts zu tun gibt und man am liebsten instant die Süßigkeitenlade plündern möchte? Damit das nicht passiert, greife ich gerne auf selbstgemachte Naschereien wie diese kleinen rohveganen Erdnussbällchen zurück.

Ich würde natürlich lügen, wenn ich euch sage, dass diese  Bällchen mit ihrem raw-vegan-hältzy Image nicht trotzdem in Maßen zu genießen sind. Ein Apfel, eine Banane oder selbstgemachte Kartoffelchips wären als Snack vermutlich immer noch um Welten gesünder, auch, wenn ihr die Kleinen selbst zuhause mit bestem Gewissen zusammenrollt. Zucker bleibt Zucker. Fett bleibt Fett. Zu viel davon und eure Verdauungsorgane müssen Schwerstarbeit leisten. Jedoch kommen diese selbstgerollten Leckereien zumindest ohne die Zutaten aus, die es in Süßspeisen nicht notwendigerweise braucht, wie z.B. hfcs (der böse Fructosesirup), Emulgatoren oder Palmfett UND müssen nicht gebacken werden, was die Sache ziemlich erleichtert wie ich finde. 

Rohvegane Erdnussbällchen | Blattgrün

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Mal Snickers selbst gemacht.

Damals noch nach dem Rezept von how sweet it is mit Kondensmilch, Marshmallowfluff und Karamellen. Ein wundervoll gelungener Zuckerflash natürlich und keine Frage: Sie schmecken absolut fantastisch! Jedoch sind sie mir 1. zu viel Arbeit und 2. aufgrund der Zutaten nicht unbedingt die bessere Variante zum amerikanischen Marken-Pendant. Deshalb gibt’s heute von mir die natürlichere Variante in runder Form mit Datteln, Nussmus und Haferflocken. 10 Minuten plus Ruhezeit. That’s it. 

Ich liebe es übrigens, wenn es bei Süßkram gleich mehrere Geschmackserlebnisse gibt. Bei den Erdnussbällchen ist es die leicht bittere Note vom Rohkakao, während man gleich darauf in die leicht salzige Erdnusscreme beißt und sich am Ende alles mit dem süßen Dattelkern vermischt. Ihr könnt statt Rohkakao aber auch gerne vegane Zartbitterschokolade verwenden, diese schmelzen, die Erdnussbällchen darin eintauchen und in den Kühlschrank stellen, damit die Bällchen eine wunderbar knackige Hülle bekommen. Und hab ich schon erwähnt, dass sie roh-vegan sind? Hell, yes!

Rohvegane Erdnussbällchen | Blattgrün

Rezept für die rohveganen Erdnussbällchen

Für die Erdnuss-Masse
3 EL Erdnussmus, gerne auch gemischt mit anderem Mus
4 EL Hafermehl
1 EL Ahornsirup
1 Prise Salz (oder ein wenig mehr, je nach Geschmack)
Für das Karamell
50g Dattelpaste
1 Prise Salz
1 Messerspitze Vanille
Für die Dekoration
1 EL Rohkakao oder geschmolzene Zartbitterschokolade

Zubereitung der Erdnussbällchen

Das Nussmus mit dem Ahornsirup verrühren und Hafermehl sowie Salz hinzufügen. Zu einem klebrigen Teig verkneten und diesen ca. 2mm dick ausrollen. Das funktioniert übrigens prima, wenn man den Teig zwischen zwei Backpapierblätter legt. Im Anschluss die Dattelpaste mit einer Prise Salz sowie einer Messerspitze Vanille vermengen und kleine Bällchen formen. Die Dattelbällchen nun vorsichtig mit der Erdnussmasse ummanteln und wieder Bällchen formen. Lasst eure kleinen Wunderwerke nun für etwa zwei Stunden im Tiefkühler aushärten. Danach könnt ihr sie in Rohkakao wälzen oder mit der Zartbitterschokolade ummanteln und genießen. 

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