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Reisetrend „Glamping“

Kürzlich ist der Mann an meiner Seite über einen Standard-Artikel gestolpert, indem es um Glamping, also glamouröses Campen, ging. Camping heißt für mich so viel wie: Ungemütliche Zelte, nicht vorhandene oder ungepflegte Toiletten und jede Menge Ungeziefer. Glamping ist dafür, kurz gesagt, dezenter und naturnaher Luxus.

Ich, als verzogenes Komfort-Stadtkind, besitze nicht einmal ein Zelt. Und wenn ich eines hätte, hätte ich vermutlich Probleme damit es aufzubauen. (Meine Festivalzeiten sind ja auch schon gefühlte Jahrhunderte aus.) Ich habe Wanderschuhe, die ich ab und an zum Bergwandern benutze, könnte aber vermutlich keine drei Tage in der Wildnis überleben – Nach dem Motto: Oh, schöne Beeren, kann man die essen? (Wir wissen ja, wie „Into the Wild“ ausging…) Straightes Camping fällt daher für den Anfang aufgrund fehlendem Botanikwissen und mangelnder Überlebenskünste in freier Wildbahn einfach mal weg.

In Frankreich gibt es beispielsweise für Stadtkinder mit gutem Bausparer kleine, nicht so umweltbewusste Bungalows mit vollausgestatteten Küchen, King Size-Betten, ansprechenden Teakholz Möbeln, einem Privatpool und Halbpension inmitten der französischen Normandie zu wunderbar hohen Preisen. Das macht auch keinen Spaß mehr. Und außerdem kann ich mir so Bobo-Zeug nicht leisten. Weil wir aber unbedingt mal raus aus der Stadt wollten und uns gerne für ein paar Tage an ein ruhigeres Fleckchen Erde begeben wollten, kam uns der Artikel vom kleinen Haus am See ganz gelegen. Die kleine Wassermann-Hütte steht übrigens am Campingplatz in Au an der Donau. Im Gegensatz zum Glamourous Camping in anderen Ländern der Welt ist das oberösterreichische Glamping liebevoll unterdurchschnittlich, dafür aber recht ökologisch und voller Charme: Spartanisch eingerichtete Hütten mit Bett und Tisch, dafür aber mit Steckdosen, Lampen und Gratis WLAN. Wer sich morgentlich von Sonnenstrahlen wecken lassen- und gerne mit entspannendem Grillenzirpen einschlafen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Bei eher niedrigen Temperaturen (Sommer, wo bist du?) ist es nachts zwar recht kalt in der Hütte, aber zumindest hat sie uns bravourös vor Regen und Hagel geschützt. Mehr braucht man auch nicht zum Glücklichsein.

Der Campingplatz selbst befindet sich direkt neben der Donau und ist umgeben von viel Wald und Wiesen. Für Naturliebhaber und Sportbegeisterte ein perfekter Ort zum Wandern, Laufen, Radfahren und Entspannen. Inmitten des Campingplatzes erstreckt sich ein Naturteich, der zum Fischen und Baden einlädt. Daneben befinden sich ein großer Erlebniskinderspielplatz, ein Beachvolleyball-Platz und ein kleiner Kiosk mit Gastgarten. Wer mit dem Auto angereist ist und die Umgebung nicht zu Fuß erkunden möchte, kann sich an der Rezeption E-Bikes und Fahrräder ausborgen oder mit Holzzillen kostenlos die Donau erkunden. Hunde sind am Campingareal übrigens erlaubt, solange man sie an der Leine hat.

Ausblick auf den Naturteich

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Fazit: Glamping ist zwar luxuriöser und nur ein wenig teurer als normales Campen, macht aber Lust auf mehr Natur. Vielleicht lege ich mir für die Zukunft ja doch ein Zelt zu und packe sicherheitshalber noch ein Bilderbuch über essbare Pflanzen mit in den Rucksack. :D

Wer jetzt mehr über Glamping und den Campingplatz in Au an der Donau erfahren möchte, kann ja HIER mal einen Blick darauf werfen. Wer lieber in den Alpen Österreichs glampen möchte, möge HIER klicken.

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