Wellness in den eigenen vier Wänden – Einmal Home-Spa, bitte!

Eine entspannte Woche startet mit einem vorangegangenen, entspannten Wochenende. Die meisten von uns haben aber leider nicht jeden Sonntag genügend Zeit und Geld, um mal eben ein paar schöne Stunden im 4-Sterne Wellnessresort zu verbringen. Muss auch nicht sein, denn das geliebte Spa kann man auch schön nach Hause verlegen! Und das alles für wenig Geld, sowie ohne (Mikro-)Plastik!

Weil wir alle so fleissige Arbeitsbienchen sind, denken wir oft gar nicht daran, uns auch ein bisschen „Ich“-Zeit zu gönnen. Sollten wir aber, denn wir entspannen und erholen uns viel zu selten! Und ich meine damit nicht einfach kurz die Füße hochlegen und in die Flimmerkiste glotzen, sondern bewusstes Entspannen, den Körper verwöhnen und die Seele streicheln. Kein Wunder also, dass wir normalerweise eher halbherzig, schlecht gelaunt und träge in die nächste Woche starten. Deshalb gibt’s heute ein paar Anregungen für deinen Diy-Spa. Das 7-Schritte Programm gilt natürlich auch für Männer! Denn, mal ehrlich: Ganz egal, ob Mann oder Frau – wer fühlt sich nicht gerne von Kopf bis Fuß pudelwohl?

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Was du für deinen Spa-Tag benötigst: Meersalz, Zutaten für deine Lieblings-Gesichtsmaske (z.B. Mineralerde oder Spirulina), Oliven- oder Kokosöl, Basensalz, Massagebürste und ein wenig Zeit. Pluspunkt: Nichts, was du hier findest, enthält Mikroplastik! Bis auf das Basensalz habe ich sogar alles in Glasbehältern oder Kartonverpackungen kaufen können.

Schritt 1: Stimme dich auf dein Erlebnis ein.

Erledige alle Dinge, die dir an deinem Wellnesstag Kopfzerbrechen machen könnten, einfach schon mal “gestern”. Auch der Staubsauger sollte in der Abstellkammer stehen bleiben. Warum? Heute geht es nur um dich und das hast du dir auch wirklich verdient! Wir haben sehr häufig große Probleme damit einfach mal abzuschalten. Das ist kein Wunder, denn um uns herum passiert so viel. Die Welt ist so schnelllebig, die Arbeit hält uns laufend auf Trab und die Kinder quengeln. Doch diesen Stress-Rucksack stellen wir heute einfach mal beiseite! Also Tee aufsetzen, https://www.blattgruen.blog/hello-valentine-die-rohschokolade-mit-dem-gewissen-extra/ aus dem Süßigkeitenkästchen hervorholen, rein in das kuschelige Lieblingsoutfit, Musik an und vor allem: Denken aus!

Schritt 2: Den Stress einfach verdampfen lassen.

Wir kennen das sicher alle noch aus Kindertagen: Bei Erkältungen gab’s von Mama immer gleich ein kleines Dampfbad für die Nebenhöhlen. Dieses Dampfbad vollbringt aber nicht nur bei grippalen Infekten angenehme Wunder! Es macht deine hübsche Haut schön weich, öffnet deine Poren und ist fast ein bisschen wie Meditieren.
Dazu gibst du einfach genügend Wasser (etwa 1L) in einen kleinen Topf und lässt es kurz aufkochen. Danach fügst du nach Belieben entweder ein paar Tropfen eines ätherischen Öls, Kräuter oder Meersalz hinzu. Bedecke deinen Kopf, sowie den Topf mit einem großen Handtuch und atme tief durch deine Nase aus und ein. Tu dies in etwa 10-15 Minuten und versuche dabei deine Gedanken fließen zu lassen. Bitte Vorsicht bei der Temperatur des Wassers: Sollte der Dampf zu heiß sein, lasse das Wasser minimal abkühlen und versuche es dann erneut.

Schritt 3: Maskenparty.

Zu jedem Home-Spa gehört auch eine klärende Gesichtsmaske. Meine DIY-Lieblingsmasken findest du hier, hier und hier. Du weiß aber bestimmt besser, welche Maske dein wunderhübsches Gesicht am besten verträgt. Achte aber immer auf die Inhaltsstoffe. Umso weniger Chemie, desto besser für deine Haut! Für ein richtiges Wellness-Gefühl kannst du die Maske mit einem Pinsel auftragen. Das regt die Nervenenden an.

Aber nicht nur das Gesicht, sondern dein ganzer Kopf sollen heute die volle Aufmerksamkeit bekommen! Für deine Haare gibt es nur das Beste und das ist in diesem Falle: Natives Öl. Für eine nährende Haarmaske eignen sich viele Öle, wie z.B. Oliven-, Kokos-, oder Jojobaöl. Sie legen sich wie eine Schutzschicht um deine Haarpracht, spenden Kopfhaut, sowie Haaren Feuchtigkeit und regen den Haarwuchs an. Wie es funktioniert, findest du hier unter „Haarkur“. Leidest du vielleicht sogar an trockener, schuppiger Kopfhaut? Dann mische ein paar Tropfen Manuka-, Pfefferminz-, oder Zitronenmelissenöl zum Basisöl.

Schritt 4: Die Trockenbürstenmassage.

Kaum zu glauben, aber die Haut ist das größte Organ des Körpers. Deshalb werden auch viele Säuren und Giftstoffe über sie ausgeleitet. Um das Lymphsystem zu unterstützen, die Durchblutung anzuregen und die Poren zu öffnen, massierst du deine Haut mit einer Trockenbürste. Das ist ein bisschen wie Ganzkörper-Peeling. So wird die Zellbildung angeregt, die Haut kann mal wieder durchatmen, Muskelverspannungen lösen sich und Cellulite bildet sich zurück. Und das alles in 5 Minuten, während Haut & Haar die Feuchtigkeitsmasken aufsaugen! Eine genaue Anleitung zur Bürstenführung findest du hier.

Schritt 5: Das entspannende Bad

Jetzt, da der Körper durch die Masken und die Trockenbürstenmassage so richtig angeregt ist, gönnen wir ihm ein bisschen wohlige Wärme samt Kokos-Basen-Peeling. Du hast nun zwei Möglichkeiten:

Das Vollbad – Bist du stolze Besitzerin oder Besitzer einer Badewanne, kannst du gemütlich vor dich hin plantschen. Das funktioniert wunderbar mit einem guten Gläschen Wein oder Tee und ein einem guten Buch. Um auch den Rest deiner Haut zu entgiften, solltest du Basensalz als Zusatz in dein Vollbad geben. Es macht die Haut richtig schön weich und sorgt dabei noch dafür, dass Säuren und Giftstoffe aus dem Körper geleitet werden. Basensalz unterstützt außerdem die Schutzfunktion der Haut, indem es leicht basisch ist. Hauterkrankungen können gelindert, sowie das Hautbild verbessert werden. Der perfekte Badezusatz bei Neurodermitis, Ekzemen, Hautunreiheiten, Hornhaut an den Fußen, rauen Ellbogen, trockener Haut und Juckreiz. Außerdem lindert es Migräne, hilft bei Menstruationsbeschwerden, hebt die Stimmung, lindert Stress, verbessert die Schlafqualität, senkt den Blutdruck und reduziert Muskelschmerzen und Verspannungen. Wie mache ich ein Detox-Bad? 3 EL Basensalz und 2 EL Kokosöl in das Badewasser geben und für mindestens 30 Minuten genießen. Danach am besten ein Glas Wasser oder Tee trinken! Das Bad funktioniert auch super mit Bittersalz.

ODER: Die entspannende Dusche

Die Dusche samt Fußbad – Eine Dusche ist natürlich sehr praktisch, wenn es mal schnell gehen muss oder du aufgrund deines Kreislaufs keine Vollbäder verträgst. Mische dir hierfür ein kleines Kokos-Basen-Peeling nach diesem Rezept zusammen und rubbel deinem Körper die abgestorbenen Hautzellen von der obersten Hautschicht. Die Haut wird dabei schön rosig und weich, die Durchblutung wird angeregt und du duftest anschließend wunderbar nach Sommer! Im Anschluss machst du dir noch ein kleines Fußbad. Hierzu gibst du 1 EL Basensalz ins Wasser und genießt dein Fußbad für etwa mindestens 30 Minuten in voller Ruhe und Gelassenheit.

Schritt 6: Abendpflege

Jetzt, da du den Tag so wundervoll entspannt verbracht hast, wird es Zeit, dich auf die Nacht vorzubereiten. Gönne dir noch eine kleine Fuß- oder Nackenmassage, mache leichtes Yoga, meditiere oder kuschel dich einfach mit einem guten Buch oder Film auf die Couch. Reflektiere die vergangene Woche und bereite dich mental auf den Wochenstart vor. Was habe ich diese Woche geschafft? Worauf bin ich stolz? Was hat mich in dieser Woche glücklich gemacht? Stichwort: Dankbarkeitsglas. Oder aber: Wie sieht der Plan für den nächsten Tag aus? Was gibt’s zu erledigen? Versuche all deine Gedanken, die dich in deinem wohlverdienten Schlaf behindern könnten, aufzuklären und im Kopf stichwortartig zusammenzufassen. Wie schon erwähnt: Wir haben sehr häufig große Probleme damit abzuschalten. Nebenbei putzt du dir die Zähne und trägst deine Lieblingscreme auf Gesicht und Dekolleté auf.

Schritt 7: Schlaf

Ein guter Schlaf ist das A und O, um entspannt und gesund aufzuwachen! Schläfst du zu wenig, bist du müde. Schläfst du zuviel, bist du es ebenso. Richtwert: 6-8 Stunden Schlaf sind ausreichend, damit Körper und Geist frisch, sowie fröhlich durch den Tag kommen. Sorge auch für gutes Raumklima im Schlafzimmer. Heißt: Lüfte vor dem Schlafen nochmals kurz durch, nimm deine liebste Augenmaske zu Hand und jetzt ab unter die Bettdecke.


Was tust du sonntags, um mal wieder richtig zu entspannen? Welche Rituale hast du, um die stressige Woche entspannt ausklingen zu lassen? Wo liegen deine Energietankstellen? Ich freue mich über deine Kommentare und Anregungen!

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6 Comments

  • Reply
    Minimalismus im Badezimmer – blattgrün
    30. April 2017 at 1:49

    […] erfreuen! Falls du jetzt Lust auf ein entspannendes Home-Spa ohne Mikroplastik hast, hätte ich hier ein Beauty-Special für […]

  • Reply
    Miss Margarite
    22. Juni 2016 at 19:29

    Hi!
    Das ist eine sehr schöne Anleitung für einen entspannten, aber nachhaltigen Spa-Tag. Hat meiner Meinung nach sooo viele Vorteile gegenüber dem Wellnesshotel: Es ist günstiger, man hat keinen Anfahrtsweg = man kann sich direkt danach ins Bett werfen, es ist viel ökologischer und man kann genau auswählen, welche Produkte man benutzt und so alles personalisieren, anstatt sich mit dem Standard-Hotel-Programm abgeben zu müssen.
    Danke für den Beitrag und Grüße,
    Miss Margarite

  • Reply
    Redaktion ichtragenatur.de
    17. Mai 2015 at 11:49

    Toller Blog mit sehr guten Informationen.
    Viel Erfolg!

    Mit nachhaltigen Grüßen

    • Reply
      tanjachampagner
      17. Mai 2015 at 13:52

      Vielen lieben Dank! Freut mich sehr!
      Grüne Grüße, Tanja

  • Reply
    Judith
    30. April 2015 at 13:13

    Liebe Tanja, danke für den schönen Beitrag. Du hast so recht, mit dem was du schreibst, aber leider gaukeln einem die Wellness Hotels immer vor, dass es nur bei ihnen geht und je teurer alles ist desto mehr Komfort und Entspannung wird geboten.
    Die paar Tage im Hotel sind gewiss ein Genuss, aber die Entspannung wird zur Anspannung wenn man merkt dass man nach einem solchen Kurzurlaub wieder um ein paar Hundert Euro erleichtert wurde und es wieder heißt arbeiten, arbeiten, arbeiten …

    • Reply
      tanjachampagner
      30. April 2015 at 19:29

      Hy Judith! Danke für das Kommentar! Recht hast du: Nur, weil das Geldbörsel leichter wird, muss das nicht gleich heissen, dass es auch der Kopf wird. :)

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