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Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel

Hippokrates soll einmal gesagt haben: „Den Leib soll man nicht schlechter behandeln als die Seele.“ Der bunt-fröhlichen Grundstimmung des gestrigen Tages folgt in diesem Sinne eine bunte Quiche. Meine erste Quiche. Ich will euch nicht belügen: Diese Gemüsewirbel verlangen ein wenig Zeit, doch das vitaminreiche Eyecandy wird zum Soulfood, sobald es beginnt aus dem Backrohr zu duften (und im Anschluss mit viel Freude vernascht wird). 

Die Quiche – Der herzhafte Kuchen gegen die alltägliche Wegwerfideologie

Perfekt geeignet für die Resteverwertung und ein Aufatmen, wenn es um die alltägliche sowie sinnlose Lebensmittelverschwendung geht. Verwendet man für die Quiche buntes Gemüse, steht auch einem optischen Vergnügen nichts mehr im Weg. Das Rezept ist einfach, wenn auch nicht ganz so schnell, und wird zum Star auf jeder Party. Ein kulinarisches Kunstwerk. Ein kleine Augenweide. 

Ich hatte leider nicht das Vergnügen eine runde Tarte-Form in unserem Haushalt zu erblicken. (Mein Rezept wäre eigentlich für eine 26cm-Rundform optimiert. Nur, falls sich jemand fragt.) Die Quiche würde darin optisch bestimmt noch ein Stück eindrucksvoller werden, da man den Zucchini-Karottenwirbel einfach bis zum Rand hinaus schmücken kann. Notfalls könnte man die Gemüsestreifen einfach der Länge oder Breite nach schlichten. Am Ende ist es aber eh völlig schnuppe. Hauptsache ist, dass es schmeckt. 

Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel
Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel
 

Für die vegetarische Variante ersetzt man im Teig einfach vegane Margarine durch Butter sowie bei der Füllung die Kichererbsencreme gegen Creme Fraiche oder Ricotta und lässt stattdessen einen großen Teil Wasser und das komplette Kichererbsenmehl weg. 

Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel

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Cooking Time: 30 Minuten + Rast- und Backzeit

Ingredients

  • Für den Teig:
  • 250g Mehl
  • 100g vegane Butter
  • 50g Provamel Alternative zu Quark/Topfen
  • 0,5 TL Salz
  • Mehl zum Ausrollen
  • Für die Füllung:
  • 2 Zucchini (gelb und grün)
  • 2 große Karotten
  • 100g Kichererbsenmehl
  • 100ml Wasser
  • 200 ml Sojasahne
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 2 EL getrockneter Dill
  • Salz, Pfeffer

Instructions

1

Form einfetten.

2

Für den Teig Mehl mit Salz und geriebener Butter verbröseln sowie mit der Topfenalternative vermengen.

3

Den Teig nun etwas größer als die Form ausrollen (2-3mm dick) und vorsichtig in die Form legen. Andrücken, überschüssige Ränder abschneiden und für etwa 30min in den Kühlschrank stellen.

4

In der Zwischenzeit die Zucchini und Karotten waschen und mit einem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Für den Wirbel eine Scheibe einrollen, mit einer weiteren umrunden und den Vorgang so weiterführen, bis ihr etwa einen 10cm breiten Wirbel habt. Stellt den Wirbel nun entweder in die Mitte des Teigs und macht dort weiter oder auf ein dünnes Brett, damit ihr ihn nachher gut vom Brett auf die Form schieben könnt, ohne, dass euer Kunstwerk auseinanderfällt.

5

Für die flüssige Füllung Kichererbsenmehl, Wasser, Sojasahne sowie Gewürze und Kräuter miteinander vermengen. Am besten im Mixer oder mit einem Schneebesen.

6

Die Mischung nun vorsichtig über das Gemüse in die Tarte-Form gießen und bei 170°C Umluft/200°C Ober-Unterhitze für etwa 30-40 Minuten backen.

Notes

Dazu passt: Salat (hier am besten eine bittere Sorte)

Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel
Vegane Quiche mit Zucchiniwirbel
 

PS: Könnte mir jemand erklären, welchen Unterschied es zwischen Tarte und Quiche gibt? #followerpower

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2 Comments

  • Reply
    Jenni
    11. September 2017 at 12:32

    Liebe Tanja,

    ich habe es ja schon auf Instagram verlauten lassen: Diese Quiche sieht toll aus! Ob in runder oder eckiger Form, ist bei so einem Kunstwerk wirklich völlig unerheblich. ;)

    Ich glaube, der Unterschied zwischen Tarte und Quiche war, dass eine Quiche mit einer cremigen Füllung daherkommt und eine Tarte notfalls auch ohne geht. Aber ganz sicher bin ich mir dabei nicht und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es – sollte es jemals einen solchen Unterschied gegeben haben – sich jetzt, wo das Internet allgemeines Begriffswirrwarr gestiftet hat, auch einigermaßen erübrigt, sich zu fragen, in welche Kategorie das neu erfundene Gebäck nun gehört. :D

    Liebe Grüße!
    Jenni

    • Reply
      Tanja
      12. September 2017 at 13:13

      Auch wieder wahr! :)
      Danke aber jedenfalls für die ausführliche Erklärung, meine Liebe!

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