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Travel Diary: Rhodos

Was heißt "nachhaltig" eigentlich? | Blattgrün

Werbung* | Alle, die nach einem Fleckchen Insel mit klarem Meerwasser suchen, sollten an dieser Stelle unbedingt weiterlesen, denn Rhodos hat viel mehr zu bieten als den Koloss, Jet Skis und Kirchen. Wie ihr euren Inselurlaub nachhaltig gestalten könnt, erfahrt ihr außerdem am Ende des Artikels. 

Reisezeit für Rhodos

Der Herzensmann hat sich die perfekte Reisezeit ausgesucht, denn in den letzten Maiwochen sowie Anfang Juni ist es, im Gegensatz zu den Sommerferien-Zeiten, noch nicht ganz so heiß sowie ganz so voll mit Touristen. Nicht ganz so heiß bedeutet in diesem Fall übrigens angenehme 30 Grad aufwärts, während die Thermometeranzeige im Sommer, laut unserem wundervollen Barkeeper, schon mal auf 40-50 Grad steigen kann. Da machen dann weder das Sonnenbaden am Strand noch die Kulturausflüge recht viel Spass. 

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Essen 

Als fleischfreier Foodie könnte man annehmen, dass es auf einer Insel, die am laufenden Band mit Meeresfrüchten und Fleischspeisen glänzt, kaum gute Alternativen gibt. Gut, zugegeben, viele Hotels der griechischen Inseln sind laut gelesenen Erfahrungsberichten nicht unbedingt vegan friendly, aber zumindest Vegetarier werden mit, wenn auch käselastigen, vegetarischen Gerichten umsorgt. Unser Hotelbuffet hatte neben Spinat-Cannelloni, Kartoffelgratin, Brokkoli-Lasagne und Co. jedoch auch eine große Auswahl an bunten Salaten und Beilagen wie Reis, Ofenkartoffeln oder auch Pasta. Auch beim Frühstück kann man sich beispielsweise Müsli selbst zusammenstellen. Wenn man aber explizit nach einer veganen Variante eines Gerichts verlangt, wird hier, zumindest in unserem Hotel, gerne Rücksicht auf die Wünsche der Gäste genommen. 

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Was es dafür zu jeder Mahlzeit gibt, ist Obst. Frisches, regionales Obst. Wer einmal in eine Honig- oder Wassermelone beißt, möchte nie wieder eine andere essen! Auch Orangen gibt’s an jeder Ecke. Oft wird das Obst kistenweise neben der Straße direkt aus Kleintransportern heraus oder an den Stränden verkauft, während man aber auch an vielen Ecken (gerade in Lindos oder Rhodos Stadt) frisch gepressten Orangen- oder Melonensaft findet. Veganer müssen also, trotz der fleischlastigen Atmosphäre, keineswegs verhungern!

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Wer nach vegan-freundlichen, glutenfreien Restaurants sucht, wird aber natürlich auch auf Rhodos fündig. Das To Marouli, das Fruit Lab, aber auch die Juice Bar RuBisCo (alle drei in Rhodos Stadt) versorgen mit frischen Vitaminen im Flüssigformat und köstlichen Gerichten. 

Strände 

Da wir in Faliraki untergebracht waren und, abgesehen von einem Ausflug nach Lindos und Rhodos Stadt, aufgrund der kurzen Zeitdauer des Urlaubs nicht wirklich Lust hatten den Rest der Insel auch noch zu erkunden, haben wir uns für Entspannungszwecke auf die Suche nach einem näher gelegenen, weniger touristischem Strand gemacht. Solltet ihr Urlaub in Faliraki machen, leg ich euch den Nicolas Beach ans Herz. Das Wasser ist schön klar sowie wärmer als gedacht und perfekt um das Meer mit Taucherbrille und Schnorchel zu entdecken. Der „Strand“ selbst sieht sehr sauber aus, ist aber an manchen Stellen auch recht karg und steinig. (Was aber absolut traumhaft ist, wenn man natürliche Kulissen mag!)

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Bei unserem Ausflug nach Rhodos Stadt war der Blick auf die Strände ein wenig ernüchternder. Die schmalen Streifen sind auf engstem Raum vollgepackt mit Sonnenliegen, während man alle halbe Meter Bierflaschenverschlüsse, Zigarettenstummel und jede Menge anderen Müll findet. Das leider auch alles außerhalb der eigentlichen typischen Tourismuszeit. Dafür hat man einen super Blick rüber zur Türkei. 

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Öffentliche Verkehrsmittel

Falls ihr die Insel doch einmal erkunden möchtet und dabei auf gemietete Autos verzichten wollt, kommt ihr auch mit öffentlichen Bussen sehr gut von A nach B. Jedoch: Die Distanz zwischen Rhodos Stadt und Lindos liegt bei etwa 50km. Somit dauert auch die Busfahrt dementsprechend lange. Von Faliraki nach Lindos könnte man also unter Umständen schon mal ein bis zwei Stunden brauchen. Von Faliraki nach Rhodos haben wir für’s Busticket 2,40 Euro gezahlt und waren etwa 20 Minuten unterwegs. Die Busse fahren übrigens bis knapp vor Mitternacht wieder retour, was recht praktisch ist, wenn man die Altstadt länger erkunden möchte. 

Ausflüge

Mittlerweile gibt es ja überall Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Das must do auf Rhodos ist und bleibt natürlich die Akropolis in Lindos (Eintritt: 12 Euro). Sie ist in etwa 15 Minuten über steile Fußwege zu erreichen oder aber auch per Esel. Wer den Weg ohne Esel wählt, sollte unbedingt auf gutes Schuhwerk achten, denn die Treppen zur Akropolis sind aus geschliffenem Stein, der bergab ein wenig rutschig werden kann. 

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Get lost in Lindos – Die Stadt selbst ist ebenso ein malerischer Traum voller weißer Häuser, kleiner enger Gassen und wunderschönen Steinmustern, die man beinahe überall in Böden und Wänden findet. Aufgrund der vielen engen Gassen und Kreuzungen kann man sich hier schon einmal verlaufen und verlieren, was aber keineswegs negativ zu werten ist, denn Lindos ist ein kleines Labyrinth voller Möglichkeiten. Wer doch einmal wieder zurück finden möchte, kann sich an den kleinen Schildern orientieren, die den Weg zurück zum Zentrum weisen und an einigen Hausmauern zu finden sind. 

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Freunde der Historie werden bestimmt mit dem Palast des Großmeisters der Ritter von Rhodos liebäugeln. Hier haben über die Jahrhunderte Griechen, Römer bzw. Byzantiner, Johanniter und Osmanen gelebt, was sich besonders im Inneren der Befestigungsanlage und den ausgestellten Säulenfragmenten und Büsten zeigt. Wir haben uns jedoch nur dafür entschieden die Anlage von außen zu erkunden, da man auch hier einige tolle Plätze findet und sich sofort ins Mittelalter zurückversetzt fühlt.

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Wer direkt auf der Burgmauer spazieren gehen möchte, kann dies ab Mai (schließt um 15:00 Uhr) und mit Eintrittsgeld tun. Auch der Eintritt in den Palast sowie das Museum werden separat berechnet. 

Nachhaltig durch den Rhodos-Urlaub

Da die Insel nunmal eine Insel ist und vom Grundwasservorkommen lebt, liegt es auf der Hand, dass sich hier seit dem Beginn des Tourismus in den 70er Jahren einiges verschlechtert hat. Während das Inselinnere noch recht gut mit dem vorhandenen Wasser auskommt (das Wetter wechselt zwischen Dürre und sintflutartigen Regenfällen), gibt’s an den strandnahen Orten jetzt schon Trinkwasserknappheit. Dass Wasser nicht das einzige Problem der Insel ist, wird mit ein wenig kritischer Reflexion ebenso klar. Glücklicherweise kann man aber auch als Tourist dafür sorgen, einen geringeren CO2-Abdruck zu hinterlassen ohne dabei an entspanntem Urlaubsfeeling einbüßen zu müssen. 

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Wie kann der Inselurlaub zu einem nachhaltige(re)n Erlebnis werden?

  • Direktflug vorziehen. 
  • Nicht nur über’s Wochenende bleiben, sondern 1-2 Wochen in der Ferne verbringen.
  • Öffentliche Verkehrsmittel statt Mietwagen und Taxi bevorzugen.
  • Handtücher in Hotels so oft benutzen wie möglich. Alles, was nicht täglich gewaschen werden muss, hilft Wasserknappheit zu verhindern.
  • Müll richtig trennen und auch im Freien Mülleimer benutzen. Leider liegt hier Unmengen an Müll in den Gebüschen, obwohl alle paar Meter Mülleimer zu finden sind. 
  • Wasser in Glasflaschen kaufen oder nachfragen, ob man das Wasser aus dem Hotelwasserhahn bedenkenlos trinken kann.
  • Sonnencreme mit natürlichen Zusätzen verwenden, um dem vorhanden Ökosystem nicht zu schaden, da die Sonnencreme mit jedem Schwimmen im Meer auch ins Wasser übergeht.
  • Unterstützt regionales Kunsthandwerk statt konventionellen Massenkonsum. Wenn ihr Souvenirs mit nach Hause bringen möchtet, achtet darauf, dass sie nicht made in China sind. Viele Orte in Rhodos leben vom Tourismus und verkaufen handgemachte Keramik und Lederwaren sowie Schmuck aus ansässigen Goldschmieden. Viele Souvenirshops greifen jedoch zu importiertem Kleinzeug. 
  • Bestenfalls nehmt ihr den Müll, den ihr in eurem Inselurlaub fabriziert habt, auch wieder mit nach Hause und entsorgt ihn dort. 

Wart ihr schon einmal in Rhodos? Ich liebe es von meinen LeserInnen zu lesen! Inspiriert mich mit einem Kommentar oder erntet gutes Karma und teilt diesen Beitrag in den unendlichen Weiten des Internets. Ich freu mich und sag Dankeschön! ♥ Eure Tanja

*Werbung, da unbezahlte Empfehlung

1 Comment

  • Reply
    Sommersalat mit Wassermelone und Feta - blattgrün
    24. Juni 2018 at 14:12

    […] unserem kleinen Frühlingsausflug nach Rhodos, der am Ende mehr sommerlicher Inselurlaub war, bin ich süchtig nach der Kombination Wassermelone […]

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