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Regenbogenpizza oder auch: Warum man sich idealerweise durch das Farbspektrum futtern sollte

Regenbogenpizza | Blattgrün

Es heißt ja immer: Bunt ist gesund. Denn umso vielfältiger der natürliche Farbreichtum eines Gerichts desto eher darf sich der Körper im Anschluss über jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente freuen. Deshalb gibt’s heute Regenbogenpizza. 

Ob Pizza zur alltäglichen Gesundheitsoptimierung beiträgt, sei dahingestellt, aber: Soulfood bleibt nun einmal soulfood. Pizzateig (z.B. meinen Dinkelvollkornteig) mache ich, im Bestfall, immer selbst und friere eine der beiden Teighälften im Anschluss ausgerollt ein, damit auch immer gleich etwas da ist, das ich belegen und in den Ofen schieben kann. Gerne auch in Form von vegetarischen Stangerln mit jeder Menge Kerne, Samen und Kräutern, die ihr per Linkklick findet. Keine Konservierungsstoffe, kein Glutamat, kein Analogkäse, kein Pestizidgemüse und genügend Zeit, damit der Teig schön aufgehen kann, damit er am Ende nach dem Backen nicht nach Hefe schmeckt. So sollte eine gute Pizza für mich sein. 

Regenbogenpizza | Blattgrün

Erst kürzlich gab es den Mittagssnack stattdessen probeweise mit Low Carb-Teig aus Leinsamen, Flohsamenschalen und Kokosmehl sowie, weil Peter Pan-Syndrom, schön im Regenbogenstyle angerichtet. Den Teig habe ich von Lizza als PR-Sample erhalten, um ihn zu testen und Feedback zu geben. Kurzum: Ein Low Carb-Teig aus Samen ist am Ende natürlich nicht fluffig wie das gewohnte Pendant aus Getreide, aber dennoch sehr lecker. Natürlich gesetzt dem Fall, dass man die enthaltenen Zutaten wie Flohsamenschalen oder Kokosnuss mag. Der Teig ist vegan, low carb, bio, glutenfrei und enthält unglaublich viele Ballaststoffe. Er hat so also den Vorteil, dass man ziemlich schnell satt wird und das wiederum verleitet sogar zum Teilen. Ausnahmsweise. (Hier gäbe es eine DIY-Variante, die dem Teig von Lizza recht ähnlich ist.)

Regenbogenpizza | Blattgrün

Für die Regenbogenpizza (Menge reicht für eine Person) selbst benötigt ihr einen vorgebackenen Lizza-Teig, zumindest 5-6 verschiedenfarbige Gemüsesorten und eine Basis aus Tomaten, ein wenig Öl, Kräutern und Gewürzen. Solltet ihr Käse auf die Pizza geben, tut das bitte, bevor ihr sie mit dem Gemüse belegt. Als farbenfrohes Gemüsetopping gibt es jetzt natürlich, und das könnt ihr euch schon denken, unzählige Möglichkeiten. Was ihr vielleicht noch nicht wisst, ist, dass jeder Pflanzenfarbstoff eigene Gesundheitsbenefits hat. Nicht umsonst sagen Ernährungsexperten, dass man sich idealerweise durch das Farbspektrum futtern sollte. Kurz gesagt: Jede Woche einen Regenbogen essen ist schon mal die halbe Miete hin zur nachhaltig-gesunden Ernährung und sorgt für genügend Abwechslung am Teller. #eattherainbow

Für die Rotfärbung von Obst und Gemüse ist so genannte „Lycopin“ verantwortlich. Es zählt zu den Antioxidantien und gilt als Radikalfänger.Rot wirkt sich positiv auf Herztätigkeit, Blutkreislauf und Blutdruck aus.
Enthalten in: Tomaten, Chili, roter Paprika, roten Salaten wie Radicchio, Radieschen oder roten Bohnen
Für die Orangefärbung von Obst und Gemüse sind Carotinoide verantwortlich, ebenso für die Gelb- und Rotfärbung.
Diese können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Carotinoide beugen der Hautalterung vor, fördern die Sehkraft und unterstützen das Immunsystem.
Enthalten in: Kürbis, Karotten und orangefarbenen Paprika
Wie bei der Rot- und Orangefärbung sind auch hier die Carotinoide für die Farbe verantwortlich.
Enthalten in: Kürbis, Mais, Kartoffeln, gelben Zucchini, gelben Paprika, Pilzen, Chicoree oder Pastinaken
Der grüne Farbstoff ist sozusagen das Blut der Pflanzen, unserem Blut sehr ähnlich und nennt sich Chlorophyll. Blattgrün ist außerordentlich wichtig für den Aufbau neuer Blutzellen (Eisen-Haushalt!) im Körper. Es unterstützt die Entgiftung von krebserregenden Substanzen und hilft dem Körper sich selbst zu heilen. 
Enthalten in: allen grünen Salate, Bohnen, Erbsen, Gurken, grünen Paprika, Avocados, Zucchini, Chinakohl, Weisskraut, Wirsing, Grünkohl, Spinat, Mangold, Fenchel, Sellerie, Weizengras, Algen, Brokkoli und allen grünen Kräutern
Für die Blau- und Violettfärbung von Obst und Gemüse sind die sogenannten „Anthocyane“ verantwortlich. Sie binden freie Radikale, die bei oxidativem Stress entstehen, und können entzündungshemmend sowie gefäßschützend wirken.
Enthalten in: Auberginen, Roter Beete, Blaukraut, lila Blumenkohl, diverse Salat wie Lolo Rosso und blauen Bohnen
Weißes Gemüse ist zwar mehr oder weniger farb-, doch keinesfalls wirkungslos. Weiße Sorten enthalten oftmals viele Ballaststoffe, Kalium sowie Magnesium und allerlei sekundärer Pflanzenstoffe, wie z.B. das entzündungshemmende Allicin in Knoblauch und Zwiebeln.
Enthalten in: Kohlrabi, Lauch, Spargel, Sellerie, Blumenkohl, Fenchel, Knoblauch, Zwiebeln und Champignons

Für einen kleinen Teig (hier: Lizza vorgebacken, 125g) reichen insgesamt 3 Handvoll klein geschnittenes Gemüse. Für ein ganzes Pizzablech  mit DIY-Teig sollten es schon etwa 5-6 Handvoll Gemüse sein. 

How to: Getreide-Pizzaboden ausrollen, mit Tomatensoße bestreichen sowie optional mit geriebenem Käse belegen. Im Anschluss mit dem roten Gemüse beginnen und in einer Reihe auf dem Pizzaboden schichten. Dasselbe wird mit den anderen Gemüsesorten wiederholt (rot-orange-gelb-grün-violett-weiß). Nach dem Belegen wird sie bei 220°C Umluft etwa 20 Minuten gebacken. (Die Lizza-Variante kommt bei 200°C Umluft für etwa 10 Minuten in den Ofen.) 


Womit belegt ihr eure Pizzen am liebsten? Habt ihr schon mal Low Carb-Pizzateig versucht und wenn ja, welche Basis nehmt ihr dafür? Inspiriert mich mit einem Kommentar oder erntet gutes Karma und teilt diesen Beitrag mit euren Freunden. Ich freu mich sehr und sag dankeschön! ♥

1 Comment

  • Reply
    strawberrymouse
    14. März 2018 at 21:43

    Von Lizza habe ich mich im Supermarkt tatsächlich schon verführen lassen und auch nachgekauft. Hat mir überraschend gut geschmeckt und nach einem langen Arbeitstag, kann man sich dann doch mal schnell noch eine, zumindest etwas gesündere Variante, in den Ofen schieben. Vorarbeit und somit ohne Müll wäre natürlich schöner ;) Ich weiß gar nicht warum ich noch nicht darauf gekommen bin, unseren selbstgemachten Teig einzufrieren. Vermutlich weil wir ihn immer aufessen ;D

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