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Natürlicher Sonnenschutz

Natürlicher Sonnenschutz | Blattgrün

Meine Lieben, ich muss mich gleich einmal entschuldigen, dass ich euch so lange habe warten lassen. Das liegt einerseits an meiner zweiwöchigen sowie zeitintensiven Basenkur, die ich gerade mache und andererseits am Sonnenschein und den steigenden Temperaturen, die mich nach Draußen ziehen. Und weil sich die Sonne zur Zeit einfach nicht verstecken möchte, gibt’s auch gleich den passenden Artikel.

Die Sommersonne ist wie Balsam für Körper und Geist. Nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Menschen, bedeuten Sonnenstrahlen viel mehr als nur Wärme, denn die Sonne aktiviert unsere lebenswichtige Vitamin D-Produktion. Schon 15 Minuten Sonnenschein auf nackter Haut (ohne Sonnenschutz) stärken das Immunsystem, bräunen (möglicherweise sogar) angenehm und fördern seelisches Wohlbefinden. Aber natürlich ist man im Sommer nicht nur ’ne gute Viertelstunde draußen, denn man möchte das schöne Wetter ja in vollen Zügen auskosten. Und hier sind wir beim eigentlichen Thema angelangt: Sonnenschutz.

Während einem Dermatologen und Verbraucherinformationen raten sich mehrmals täglich mit Sonnenschutz einzucremen, um das Hautkrebs-Risiko einzudämmen, schlagen Toxikologen Alarm.

Denn die handelsüblichen Sonnenschutzprodukte schützen nicht nur unzureichend vor UVA-Strahlen, sondern fördern den Krebs sogar durch Inhaltsstoffe wie Nanopartikel, Reizstoffe und Konservierungsmittel. Bei meinem letzten Urlaub auf La Gomera hatte ich gleich für mich, aufgrund meines hellen Hauttyps, und meine bessere Hälfte, ebenso sehr heller Typ, Sonnencreme mit LSF 50 eingepackt, um uns vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Fazit: Fieses Jucken und Brennen auf der Haut. Das hat mich dazu veranlasst mal genauer hinzusehen und mich über die Inhaltsstoffe, sowie den Sonnenschutz im Generellen, zu informieren.

Bis in die 80er-Jahre hatte Sonnencreme nur LSF 2, 4 und 6. Heute gibt es ihn schon bis LSF 50. Aber was heißt das eigentlich genau? Der LSF gibt an, wie viel mal länger man sich einem Sonnenbad aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Er ist demnach also ein Richtwert. Ein LSF 4 bedeutet beispielsweise, dass man 4 mal länger in der Sonne bleiben kann als ohne Schutz. Und was hat es mit den UV-Strahlen auf sich?

UVA-Strahlen dringen bis tief in die untersten Hautschichten ein und können dort Zellen verändern und zu Hauttumoren führen.
 UVB-Strahlen dringen hingegen zwar nur in die Oberhaut ein, sind aber verantwortlich für den wohlbekannten Sonnenbrand und hinterlassen ebenso bleibende Schäden, die das Erbgut der Zellen verändern können und daher auch Hautkrebs fördern. Außerdem trocknen sie die Haut aus und tragen zur Entstehung von Falten bei, unterstützen jedoch auch die Aktivierung von Vitamin D, das unsere Haut wiederum vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen soll.

 

Natürlicher Sonnenschutz | Blattgrün

Bis zu einem gewissen Grad kann sich die Haut, durch Melanin, selbst vor Sonneneintrahlung schützen und die Strahlen abschirmen, doch dieser Schutz ist zeitlich begrenzt. Lichtschutzfilter in Sonnenschutzprodukten spenden nach dieser Eigenschutzzeit zusätzlichen Schutz, indem sie die Strahlung in harmlose Infrarotstrahlen umwandeln. Das ist ’ne ziemlich coole Sache, aber:

Mehr LSF ist nicht immer besser

LSF 15 hat eine Filterwirkung von 93%, LSF 50 filtert 97%, also gerade einmal 4% mehr, der Strahlung. Ein minimaler Unterschied. Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 blockiert jedoch auch zusätzlich die nützlichen, nur latent schädlichen UVB-Strahlen (und setzt damit die Vitamin D-Produktion in den Sand), nicht aber zwangsweise die eigentlich schädlicheren UVA-Strahlen. Tests sollen sogar bestätigen, dass vier von fünf Sonnencremes keinen angemessenen Schutz vor potentiell krebserregenden UVA-Strahlen bieten. Chemische Zusatzmittel belasten den Körper ebenso schwerwiegend und können starke Allergien auslösen.

Titanoxid-Nanopartikel: Sie durchbrechen die Lipid-Barriere und gelangen in die tiefen Hautschichten und in die Blutbahn, wo sie die DNA schädigen und als Mitauslöser der Alzheimer-Krankheit, Epilepsie und des Autismus gelten.
Zinkoxid: Nanopartikuläres Zinkoxid wird wiederum verdächtigt, Darmzellen und Hirnstammzellen abzutöten. Zinkoxid und Titanoxid überwinden darüber hinaus scheinbar ungehindert die Plazentaschranke von Schwangeren und stellen somit eine potentielle Gefahr für die Entwicklung von Babys im Mutterleib dar.
 Retinylpalmitat: (Eine Form von Vitamin A, die auch synthetisch hergestellt wird) Soll bei direkter Sonneneinstrahlung das Hautkrebs-Risiko erhöhen.

 

Natürlicher Sonnenschutz

Welche Produkte kann ich nun ohne schlechtes Gewissen meinem Körper gegenüber verwenden?

Sonnenschutz von Aussen

Was wenige wissen, ist, dass es noch eine Vielzahl von natürlichen Alternativen zu Sonnencreme gibt, die vielleicht nicht gegen pralle Mittagssonne schützen, aber den Körper hervorragend unterstützen und seinen eigenen Lichtschutzfaktor zu erhöhen. Naturbelassene, pflanzliche Öle können, neben ihrem Einsatz in der Küche, auch positiv als Hautpflegemittel wirken. Zudem besitzen viele dieser Öle einen natürlichen UV-Filter, der unsere Haut vor Sonnenstrahlen schützen kann. Kokosöl beispielsweise hat LSF 4, blockt ungefähr 20% der Sonneneinstrahlung, hat einen sehr angenehmen Geruch, verleiht der Haut einen wunderschönen Glanz und aktiviert die wesentlichen Hautfunktionen.

Ebenso wichtig: Die richtige Bekleidung. Bestenfalls aus natürlichen Bio-Stoffen (wie Leinen, Hanf oder leichte Baumwolle) sowie Sonnenbrille mit UV-Filter und Kopfbedeckung. Diese Dinge sorgen für zusätzlichen Schutz – Ganz ohne Chemie. 

Aber bitte, bitte, bitte: Fragt vorab euren Dermatologen und greift nicht einfach blindlings zu Dingen, die euch das Internet vorschlagen! Was für mich funktioniert, muss nicht automatisch auch für euch funktionieren! Ich weiß mittlerweile was mein Körper an Sonne verträgt, bevor er aufmuckt und ebenso weiß ich wie lange ich ungeschützt in der Sonne bleiben kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Trotz allem gibt es Stellen, die ich gerne mit Sonnencreme einschmiere, wie z.B. Tattoos, um das Verblassen der Farben zu verhindern oder meine Nase, weil sie durch das Schwitzen im Sommer sehr zu Sonnenbrand neigt. 

Sonnencreme zuhause zu haben, ist nie verkehrt. Achtet aber bitte auf folgende schädliche Inhaltsstoffe, um den Körper nicht unnötig zu belasten: 

  • Benzophenone
  • Oxybenzon
  • Cinnamat
  • PABA
  • Salicylate
  • Digalloyl Trioleate/ Benzoesäure
  • Homosalate
  • Octinoxate
  • Methylanthranilat
  • Avobenzon
  • Retinylpalmitat

Tipp: Sollte bereits ein Sonnenbrand vorliegen, dann ist von einer sofortigen Behandlung mit Öl abzuraten. Dadurch entsteht ein Hitzestau und das Glühen der Haut nimmt zu. Sobald die Entzündung etwas abgeklungen ist und bei Berührung nicht mehr schmerzt, kann man mit Kokosöl sogar bei der Regeneration nachhelfen. 

Sonnenschutz von Innen

Durch die Einnahme von Astaxanthin kann die Haut ebenfalls vor Sonnenbrand geschützt werden. Astaxanthin gilt als stärkstes Antioxidant, das gegen freie Radikale wirkt und den oxidativen Stress minimieren kann. Astaxanthin ist ein bestimmtes Carotinoid, das vor allem in roten Algen vorkommt. Seine antioxidativen Eigenschaften verringern Zellschäden durch freie Radikale und können so die Hautalterung verlangsamen. Eine Kur mit Astaxanthin hilft die Haut von innen heraus vor Sonnenbrand zu schützen. (Bitte vorher immer mit Arzt oder Apotheker darüber sprechen.)


medical disclaimer: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Die Autorin übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.


Quellen:

Fundamental questions to sun protection
The truth about sunscreen
The trouble with sunscreen chemicals
How to pick a good sunscreen

4 Comments

  • Reply
    Nachhaltige Tattoopflege im Sommer - blattgrün
    9. Mai 2018 at 14:43

    […] bei mir aber definitiv nur für Tattoos und meine Nase. Mehr dazu in einem älteren Artikel über Sonnenschutz.) Auch wenn du von Natur aus zu einer eher dunklen Hautfärbung neigst und daher recht […]

  • Reply
    Sonnencreme selbstgemacht | Familie Rockt
    7. August 2015 at 14:58

    […] Ein kleines Döschen hat unsere Große in der Schultasche. Morgens geht sie ohne aus dem Haus, wie gesagt ist mir auch der Vitamin D Haushalt sehr wichtig, der sich vornehmlich über die Haut reguliert, was nun mal am Besten ohne einen LSF geht. Mittags wenn es besonders sonnig ist, cremt sie sich selbstständig in der Schule ein. Eine schöne Zusammenfassung zum Thema LSF UVA und UVB strahlen findet ihr hier auf Blattgrün. […]

  • Reply
    Sophia
    26. Mai 2014 at 13:22

    Danke! Sehr informativ und nützlich, habe nämlich gerade einen Sonnenbrand ;)

    • Reply
      tanjachampagner
      26. Mai 2014 at 21:18

      Omis Hausmittel: Gurken einkühlen, in Scheiben schneiden und für ca. 15 Minuten auf den Sonnenbrand legen! Hoffe, es hilft. :)

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