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Jeder Kilometer zählt #runfortheoceans

Jeder Kilometer zählt #runfortheoceans | Blattgrün

Anzeige* / Ich bin ja derzeit durch den Bänderriss immer noch ein wenig angeschlagen, feuere den Herzensmann aber schon seit Anfang Juni ganz verliebt an, wenn er abends wieder einmal in seine Sportsachen schlüpft und sich für eine halbe Stunde der Gesundheit und Weltrettung widmet. Warum er die Welt damit ein Stück weit besser macht und was das alles mit der neuen Parley Kollektion von adidas zu tun hat, erfahrt ihr heute im Blogartikel. Gewinnspiel inklusive. 

Wie Millionen kleine Schritte für weniger Plastikmüll in den Weltmeeren sorgen

Über 600.000 Läufer haben in den letzten Wochen dafür gesorgt, dass adidas für jeden verschwitzen Kilometer einen Dollar an ein gemeinnütziges Projekt zum Schutz der Meere spendet. Am Ende sollen es dann eine ganze Million Euro werden, die für den Aufbau der sog. Parley Ocean School gespendet wird. adidas trägt somit zweifach zum nachhaltigeren Konsum bei, denn während Geld gespendet wird, wird gleichzeitig Plastikmüll eingesammelt und für die neue limitierte Kollektion recycelt. Aber lasst uns kurz ein paar Jahre zurückgehen und herausfinden, warum eine gefühlt gewaltige Macht im Sportbusiness auf Nachhaltigkeit setzt.

Jeder Kilometer zählt #runfortheoceans | Blattgrün

2015 kündigte adidas eine Partnerschaft mit dem Umwelt- und Kooperationsnetzwerk Parley for the Oceans an, das Aufmerksamkeit für die Schönheit und das fragile Ökosystem der Ozeane schaffen und umfassende Strategien zu seiner Rettung anwenden soll. Parley kommt aus dem französischen (parler = sprechen) und wurde früher genutzt um Verhandlungen als diese zu bezeichnen. (Manche kennen den Begriff aber sicher auch aus den Piratenodyssee im Kino.) Die Plattform Parley nutzt ihre kreativen Köpfe, um gemeinsam mit u.a. Stella McCartney, Soma und auch adidas gegen die Vermüllung der Ozeane vorzugehen. Und das, meine Lieben, sollte auf unser aller to do-Liste stehen, denn…

If the oceans die, we die.

Wir brauchen Ozeane, um hier auf dieser schönen Welt genug Luft zum Atmen zu haben. Die Hälfte des Sauerstoffs auf unserem Planeten wird von winzig kleinen Algen produziert, doch den Meeren geht aufgrund der Klimaerwärmung und der darauffolgenden Erwärmung der Gewässer die Luft aus.

Als wäre das noch nicht genug für ein Ökosystem, das versucht intakt zu bleiben, schwimmen mittlerweile etwa fünf Billionen Plastikteile in fünf großen Ozeanstrudeln herum. 2050 soll es sogar mehr Plastik in den Weltgewässern geben als Fische. Welche Gefahren dies mit sich bringt, könnt ihr in meinem Mikroplastik-Artikel ganz genau nachlesen. 

Was hat die Rettung der Meere jetzt aber eigentlich mit Laufschuhen oder Sportbekleidung zu tun?

Die Spendeneinnahmen, die durch die Lauf-Kampagne von adidas gesammelt werden, kommen vor allem der Parley Ocean School Initiative auf den Malediven zugute, die die nächste Generation in Kursen aufklärt und den Jugendlichen durch Wassersportaktivitäten die Unterwasserwelt näher bringt. Der Ozean wird somit gleichzeitig zum Klassenzimmer und Lehrer, der die Kids für eine achtsame Zukunft und einen bewussten Umgang mit der wichtigsten Ressource dieser Welt ausbildet. Mehr dazu könnt ihr hier im Blog von Parley nachlesen. 

adidas ist ja, wie ihr wisst, eines der bekanntesten Labels für Bekleidung und Schuhe und wie hat Ben Parker schon damals im Kinosaal so schön gesagt: Aus großer Macht folgt große Verantwortung. Dass so große Unternehmen sich mit nachhaltiger(er) Entwicklung auseinandersetzen, ist heutzutage leider noch immer keine Selbstverständlichkeit, weshalb ich diese Aktion (die heuer übrigens zum zweiten Mal stattfindet) gerne unterstütze, obwohl adidas nicht zu den typischen Öko-Marken gehört.

Allem voran, weil adidas Anfang Juni zusätzlich eine Kollektion aus aufbereitetem Plastikmüll herausgebracht hat, welcher zuvor an den Stränden und Küstenregionen dieser Welt eingesammelt wurde. Ja, ich weiß schon, was ihr jetzt denkt: „Das klingt verdächtig nach Greenwashing.“ Man vergisst aber schnell einmal, dass große Marken auch die Möglichkeit haben die Masse an sportbegeisterten Menschen erreichen zu können, die sich bislang kaum mit der Plastikproblematik auseinandergesetzt haben und (noch) nicht wissen, dass man aus 11 Plastikflaschen ein ziemlich cooles Paar Laufschuhe basteln kann. (Mehr zu Recyclingplastik, seinem Werdegang zu neuem Garn und seiner Verwendung in der Bekleidungsindustrie könnt ihr hier bei mir nachlesen.) Das fördert Bewusstsein und ein kleiner Schritt hin zur (Selbst-)Reflexion ist immer noch ein wichtiger. 

Jeder Kilometer zählt #runfortheoceans | Blattgrün

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adidas x Parley

Lasst uns also schauen, was die neue Kollektion so mit sich bringt: Die Haptik der Schuhe finde ich persönlich echt klasse und auch der Tragekomfort ist, wie bei adidas gewohnt, sehr gut. Zur Funktionalität und den Vorteilen beim Laufen kann ich aufgrund der Verletzung am Sprunggelenk (noch) nicht viel sagen, im Alltag aber trägt er sich ganz wundervoll. Die Dämpfung ist zwar für mich noch recht ungewohnt, da ich normalerweise am liebsten Barfuß laufen würde, jedoch komfortabel und nicht zu weich. Das Primeknit-Obermaterial (aus Ocean Plastic) find ich persönlich echt klasse, weil es in einem Stück genäht wurde und damit ohne unnötige Nähte oder eine Zunge, die verrutschen könnte, daher kommt. Der Schuh ist also, kurzum, ein bisschen innovative Socke, die durch die Schnürung in der Mitte Stabilität bekommt, inkl. guter Dämpfung trotz weicher Sohle. Das ist vor allem auch recht praktisch für Menschen wie mich, die im Vorderfußbereich gerne ein bisschen mehr Spielraum haben wollen.

Jeder Kilometer zählt #runfortheoceans | Blattgrün

 

Auch über die Laufshorts und das Top aus der Parley-Kollektion, die mir freundlicherweise mitgeschickt wurden und die ihr weiter oben im Artikel sehen könnt, kann ich nicht meckern. Reflektierendes Design, das Shirt nahtlos mit Mesh-Einsatz, die Shorts mit Kordelzug und Tasche, figurbetont jedoch angenehm stretchy und ebenso aus Ocean Plastic (Shirt: 39%, Shorts: 93%). Wer das Shirt weniger anliegend möchte, dem empfehle ich eine Größe größer zu wählen. Die Shorts lassen in der Normalgröße viel Bewegungsspielraum und sind daher auch prima für allerlei andere Sportarten geeignet.

Waschempfehlung zugunsten der Umwelt: Nicht vergessen – Mikroplastik bleibt Mikroplastik, egal ob recycelt oder nicht. Bei jedem Waschgang werden Kunststoff-Fasern der Kleidung mit dem Abwasser in die Kläranlagen geleitet und dort oft nicht als Fremdkörper erkannt. So wird es abermals zurück in die Natur geschickt. Solltet ihr Kleidung aus Polyester zuhause haben, empfehle ich euch gerne den Guppyfriend-Waschbeutel, den ich euch in diesem Artikel hier verlinkt habe. Dieser sammelt die Fasern beim Waschen nämlich direkt im Beutel. Aber zurück zur Kollektion.

Die Farbe des neuen UltraBOOST Parley trägt übrigens den Namen Deep Ocean Blue und ist inspiriert vom Mariannengraben. Dort befindet sich der tiefste Punkt der Weltmeere und gleichzeitig auch, erschreckenderweise, der tiefste Punkt, an dem jemals Plastikmüll gefunden wurde. Wer also auf der Suche nach neuen Laufschuhen (oder Bekleidung) ist und dabei auf Recycling setzen möchte, kann hier also durchaus einmal einen Blick in den Onlineshop riskieren oder in meinem Instagram-Feed vorbeischauen, mit Glück ein Paar SOLARBOOST (nicht die am Foto, aber ebenso ein neutrales Laufschuh-Paar aus Recyclingplastik und fancy Fersenkappe) im Wert von 160 Euro gewinnen und damit bis 08. Juli noch ein paar Kilometer für den guten Zweck laufen. 

adidas x Runtastic

Der österreichische RFTO-Run findet übrigens am 07. Juli um 10:00h bei der adidas Runbase Vienna (Donaukanal 1, Badeschiff Wien) statt. Zur Facebook-Veranstaltung geht’s hier entlang. Fühlt euch alle hiermit bitte herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Jede/r, der nicht in Wien mit dabei sein kann, kann natürlich dennoch bei Läufen in Städten weltweit sowie digital mit Runtastic dabei sein und sich sportlich für den Umweltschutz betätigen. How to: Die App Runtastic herunterladen, Mitglied der „Run for the Oceans“-Gruppe in der App werden und Läufe tracken.


Achtet ihr bei Sportschuhen neben der Funktionalität auch auf Nachhaltigkeit? Seid ihr diesen Monat auch im Team „Run for the Oceans“? Was haltet ihr davon, dass große Sportmarken wie adidas Kollektionen aus Recyclingplastik herausbringen und nachhaltige Initiativen unterstützen? Ich liebe es von meinen LeserInnen zu lesen! Inspiriert mich mit einem Kommentar oder erntet gutes Karma und teilt diesen Beitrag in den unendlichen Weiten des Internets. Ich freu mich und sag Dankeschön! ♥ Eure Tanja

*Anzeige / Dieser unvergütete Artikel ist in freundlicher Kooperation mit adidas entstanden, welche mir das Outfit samt Schuhen als PR Sample zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit.

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