Green Smoothies: 7 Anfängerfehler

Was du gegen faserige Smoothies tun kannst, wie du genügend Cremigkeit in dein grünes Getränk bringst und warum rohes Grünzeug nicht nur Energie bringen, sondern auch deiner Gesundheit schaden kann, erfährst du heute auf Blattgrün.

“Mein Smoothie schmeckt grauenhaft. Dabei habe ich doch so viele leckere Zutaten gemixt!”

Weniger ist oft mehr, also keep it simple! Anfangs kann es schon mal passieren, dass dein Smoothie nicht schmeckt, weil sich darin einfach zu viele Zutaten befinden. Beginne mit 1-2 Obstsorten und einem relativ geschmacksneutralen Pflanzengrün, wie z.B. Babyspinat. Ich habe meinen ersten Smoothie gleich mal mit Rucola und jeder Menge Obst gemixt – da hat es mir fast den Magen umgedreht! Man lernt glücklicherweise aus Missgeschicken und weiß nach einiger Zeit, welche Obstsorten sich mit welchem Gemüse vertragen. Banane, Ananas, Spinat und Kokoswasser passen übrigens immer super!

„Ich kann keinen ganzen Liter Grünzeug trinken!“

So what?! Macht gar nix! Beginne mit kleinen Mengen! Grüne Smoothies sind enorme Ballaststoffquellen. Bist du diese Ballaststoffe nicht gewohnt, ist dein Stoffwechsel eher träge oder trinkst du über den Tag vielleicht sogar viel zu wenig Wasser, kann es schnell passieren, dass dein Darm dir einen halben Liter grünes Gold sofort übel nimmt. Dies kann sich in Magenschmerzen, Verstopfung oder Blähungen äußern.
Gehe es daher besser langsam an und versuche es mit einem kleinen Glas (0,25L) täglich und achte dabei auch gleich darauf, dass du über den Tag mindestens 2 Liter Wasser und ungesüßten Tee zu dir nimmst. Denn die ganzen grünen Fasern müssen nicht nur rein, sondern auch wieder raus. ;)

“Mein Smoothie ist zwar schön grün, aber eklig! Was mache ich falsch?”

Klar ist: Natürlich grün werden die Smoothies nur durch die Beigabe von grünem Gemüse und Kräutern. Leider machen viele Neulinge anfangs den Fehler, dass viel zu viel Grünzeug in den Smoothie wandert. Das ist nicht nur ungewohnt, sondern schmeckt auch gleich mal nicht so lecker. Wenn du nicht gerade fructoseintolerant bist, starte mit 70% Obst und 30% Grün. Wenn du dich an den Geschmack “gewöhnt” hast, kannst du deinen Gemüse-Anteil langsam auf 70:30 steigern. (So verschaffst du deinen lieben Geschmacksknospen, die geprägt sind auf zuckersüßes und salziges Zeug, eine kleine Verschnaufpause!) Spinat schmeckt dir nicht? Grünkohl ist nicht so dein Ding? Versuche es alternativ doch einmal mit energiereichem Grün, dass du auch ganz ohne Smoothie gerne isst oder trinkst: Minze, Petersilie, Basilikum, Löwenzahn, Brennnessel, Weizengras, Gerstengras, Hanfprotein, Karottengrün, Radieschengrün, Mangold, Matcha, grünem Tee-Pulver, Spirulina oder Chlorella! Tipp: Gekühlt schmecken Smoothies am besten!

“Ich habe lauter Fasern zwischen den Zähnen!”

Grünes Blattgemüse hat kleine nervige, aber gesunde, Fasern, die beim Trinken des geliebten Smoothies zwischen den Zähnen hängen bleiben. Das wirst du spätestens dann bemerken, wenn du versuchst deinen Smoothie mit dem Stabmixer zu pürieren. Hierfür gibt es zwei Lösungen:

1. Besorge dir einen teuren Hochleistungsmixer. Vitamix und Co. sind jedoch eher etwas für geschulte Vieltrinker. Fakt ist: Als Anfänger, der noch nicht wirklich weiß, ob ihm das ganze auf Dauer schmeckt, brauchst du keinen teuren Mixer. In der Preisklasse 30-100 Euro findest du auch gute Mixer, die Grünzeug relativ klein kriegen.

2. Versuche es mit Pulver. Seit Lebepur, Green Panda und Co. wissen wir, dass man Weizengras und Spinat nicht immer frisch pflücken muss, um das leckere Grün genießen zu können.

“Meinem Smoothie fehlt die Cremigkeit.”

Je länger du deine Zutaten im Mixer pürierst, umso sämiger und faserfreier wird dein Smoothie. Anfangs wird außerdem gerne mal der Fehler gemacht, dass zu viel Flüssigkeit genommen wird. (Wir wollen ja keinen dünnen Saft, sondern einen cremigen Schlürfschmusi!) Dafür gibst du zu allererst wegen der Fasern nur das Grün und ein ganz klein wenig (!) Flüssigkeit in deinen Mixer und pürierst es, bis es schön sämig ist. Erst dann wandert das Obst in den Mixbehälter. Gib erst am Schluss die restliche Flüssigkeit hinzu, damit du dein grünes Getränk nicht „verwasserst“. Hast du doch einmal zu viel Flüssigkeit verwendet, gib ein wenig Banane oder Avocado dazu – sie sorgen für die nötige Cremigkeit.

“Mein Smoothie schmeckt bitter!”

Wer zum ersten Mal im Leben einen grünen Smoothie probiert, wird ihn meist als wenig süß deklarieren. Ist nunmal so. Wir sind geprägt auf Industriezucker, Geschmacksverstärker, Salze und Transfette. Trinke deinen grünen Smoothie daher morgens, wenn deine Geschmacksknospen noch unverbraucht sind. Sollte er auch dann immer noch zu bitter sein, süße ihn mit Natürlichkeit. Heißt: Ein, zwei entsteinte Datteln kurz einweichen und samt Einweichwasser in den Mixer geben. Das geht auch mit Honig, Stevia, Birkenzucker oder Kokosblütensirup. Ganz, wie es dir beliebt. Was jedoch auf keinen Fall hinein sollte: Industriezucker! Außerdem: Immer reifes Obst verwenden, sonst wird er auch mit ganz viel Süße nicht mehr besser!

“Mir stehen die Smoothies schon bis hier oben!”

Bring Abwechslung in deinen Mixer! Jeden Tag denselben Smoothie trinken, wird auf Dauer sicher auch für dich langweilig und monoton. Suche dir deshalb gleich einmal ein paar Rezepte, deren Zutaten dir zusagen. Im Internet gibt es Unmengen an leckeren Rezepten! Auch hier auf Blattgrün findest du die eine oder andere Chlorophyll-Bombe!

Du hast heute mal so gar keine Lust auf einen grünen Smoothie? Dann hast du eben keine Lust auf einen grünen Smoothie, Punkt! Deshalb geht die Welt nicht unter.

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“Alle sagen grüne Smoothies sind der pure Energiekick! Mir geht es nach dem Trinken aber eigentlich schlechter! Was heißt das jetzt für meine Gesundheit?”

Nicht jeder hat das Glück grüne Smoothies so gut zu vertragen! Hast du beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn, solltest du auf grüne Smoothies verzichten. Auch Neuerkrankungen können durch grüne Smoothies ausgelöst werden! Nierensteine werden, wenn auch nur selten, beispielsweise durch zu viel Oxalsäure (Spinat, Mangold & Co.) im Smoothies verursacht. Vielleicht verträgst du aber auch einfach nur Fruchtzucker sehr schlecht. Frage am besten deinen Arzt oder deine Ärztin, wenn du dir nicht sicher bist, ob grüne Smoothies das Richtige für dich sind!


Du siehst: Trend hin oder her – Die einen freuen sich über die tägliche Dosis Grün, die anderen leiden vielleicht sogar darunter. Höre auf deinen Körper! Wenn du Smoothies überhaupt nicht ausstehen kannst, dein Körper sich regelrecht wehrt und du sie eigentlich nur aufgrund der positiven Eigenschaften für die Gesundheit trinkst (weil das Internet dir das so sagt), lass es! Sie sind eben nicht für jeden das Richtige, damit musst auch du dich abfinden. Hast du noch offene Fragen? Hinterlasse mir ein Kommentar! Möchtest du Karmapunkte sammeln? Teile diesen Artikel, wenn er dir gefällt! Sharing is caring.

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1 Comment

  • Reply
    Erfrischende Smoothiebowl zum Löffeln - blattgrün
    2. September 2017 at 12:31

    […] ist die Konsistenz der Smoothiebowls deutlich cremiger als das Schlürfpendant im Glas. Kurz gesagt: Mehr Fruchteis als Getränk. Gemixt wird daher auch u.a. mit gefrorenen […]

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