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#fairliebtinlinz: Das war die Veggie Planet 2018

Veggie Planet | Blattgrün

Die Veggie Planet, Österreichs größte Messe für die vegetarische und vegane Lebensweise, gastierte dieses Wochenende zum zweiten Mal in Linz, genauer gesagt der Linzer Tabakfabrik. Inmitten von Kochshows, Vorträgen, Lifestyle-Messeständen und gustatorischen Goodies war dann auch ich am Sonntag anzutreffen. Völlig entspannt und verfressen. 

Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, hege ich eine kleine Hassliebe zu Messen. Die Luft ist stickig, die Gänge recht kuschelig, das Essen überteuert und die Kulisse sehr lärmintensiv, sodass man eigentlich kaum dazu kommt mit Inhabern von Messeständen länger als 10 Sekunden über Produkte und ideelle Werte zu ratschen. 

Dieses Mal, und das macht mich als Introvert ganz besonders glücklich, war die Atmosphäre sehr entspannt und entschleunigt. Das mag daran liegen, dass die Messefläche kleiner gehalten war oder auch daran, dass es im Zuge dessen weniger Messestände gab oder auch einfach daran, dass es lt. der Veganen Gesellschaft österreichweit nur etwa 8000 Veganer gibt und das Thema Veganismus somit einfach weniger Menschen anspricht als eine WearFair es tut. Ich, als Besucherin, fand es also wirklich angenehm auch mal länger als eine Minute an einem Ort zu verharren, zu genießen und, als Bloggerin und (mittlerweile nur mehr Hobby-)Pädagogin, einfach nur die Umgebung zu beobachten und mich von den Eindrücken einfangen zu lassen. 

Veggie Planet | Blattgrün

Veggie Planet | Blattgrün

Beim Dattelbär beispielsweise kam man einfach nicht drumherum zu beobachten oder besser gesagt zuzuhören, denn alle paar Sekunden konnte man immer wieder ein leises „mmh“ vernehmen. Schweifte man dann mit dem Blick von den leckeren Datteln hin zu den BesucherInnen fand man immer wieder irgendwo ein zufriedenes Lächeln in der Menge, die sich um den Messestand versammelte. Wohl verdient, muss ich gestehen, denn wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich eine innige Liebe zu den Trockenfrüchten hege und der Dattelbär seit einiger Zeit mein Naturzucker-Dealer des Vertrauens ist. Die kleinen Dinger vom Dattelbären sind so süß-karamellig und vor allem so butterweich, dass es für die Zubereitung von z.B. Energiebällchen oder Rohkosttorten nicht mal einen Mixer oder eine Küchenmaschine braucht. Außerdem wird darauf geachtet, dass so wenig Plastikmüll wie möglich anfällt, weshalb es die Datteln nur in 3kg-Boxen zu kaufen gibt. Aber, no worries, sie halten sich im Kühlschrank locker ein paar Monate! Für den kleinen Snackhunger gäbe es alternativ die Kakaodatteln, die sich in vegane Schokolade vom Zotter schmiegen dürfen – Gedicht! 

Veggie Planet | Blattgrün

Veggie Planet | Blattgrün

Dasselbe Wohlfühl-Szenario konnte man auch bei Martina, der Frau hinter dem Glaserl-Unternehmen kochmarie, mitverfolgen. Abgesehen von dem kleinen wirklich liebevoll gestalteten Stand gab’s hier auf kleinen kompostierbaren Löffelchen lauter leckere Kostproben. Angefangen vom veganen Bratlfett (mein Favorit) bis hin zum Mittagessen in Gläsern wie Linsendal oder veganes Sugo. Allein in den knappen 10 Minuten, in denen ich mich durch das Sortiment geschlemmt hab, hab ich die kochmarie sofort ins Herz geschlossen. Martina hat eine unglaublich liebenswerte Art und die Leidenschaft, die hinter der Kocherei steckt, ist spürbar. Allem voran, wenn sie über die hochwertigen Bio-Zutaten spricht („In meinem Sugo will ich kein Konzentrat, sondern meine frischen Tomaten aus Eferding!“) oder vom Franzl, dem Schwammerlaufstrich, der auch Pilzverweigerern schmeckt. Die kochmarie hat übrigens alles für den schnellen Hunger: Suppen, Marmeladen, deftige Aufstriche, Hauptgerichte, Desserts und sogar Wein. Letzteres hilft zwar nicht gegen den Hunger, hebt aber bestimmt das Gemüt, bis das Essen fertig ist. 

Veggie Planet | Blattgrün

Veggie Planet | Blattgrün

Natürlich ging’s auf der Veggie Planet nicht nur um die gustatorische Verpflegung, sondern auch um den veganen/vegetarischen Lebensstil an sich. Da ich meinen Lieblingsmarken prinzipiell treu bleibe, musste natürlich auch ein kleiner Besuch bei Calmterra drin sein. Calmterra kenne ich seit einem Bloggerbrunch letztes Jahr und die griechische Marke BIOselect, welche Calmterra in Österreich vertreibt, ist seitdem aus meinem Badezimmer nicht mehr wegzudenken. Hier hab ich euch schon Massagekerzen mit den BIOselect-Ölen gezaubert und auch mal Badebomben. (Mittlerweile weiß ich übrigens, dass es sogar schon fertige Massagekerzen im Onlineshop zu kaufen gibt – hooray!) Neu ins Sortiment dazu gekommen, und von mir seit heute ins Herz geschlossen, sind drei Olivenöl-Sorten. Wusstet ihr, dass es von Natur aus scharfes Olivenöl gibt? Nein? Ich auch nicht. Die Schärfe ist ein Indikator für Qualität, die von den Polyphenolen im Öl verursacht wird. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe und wirken antioxidativ. Kurzum: Gutes Olivenöl schmeckt anscheinend immer ein bisschen scharf. (Hamma wieder was gelernt, wie der Markus Kavka so schön sagen würde.) 

Veggie Planet | Blattgrün

Showküche mit Serkan Tunca

Veggie Planet | Blattgrün

Veggie Planet | Blattgrün

Nebst gab’s noch viele weitere Foodiestände sowie einige weitere AusstellerInnen zu finden, die sich direkt und indirekt in den Bereichen Fair Fashion, Accessoires (z.B. aus Kork statt Leder wie die von Inve Austria oder Webstoff) und Lifestyle (Greenpeace, Vervet Monkey Foundation, VGT und die Veggies Linz) für Umwelt- und Tierschutz einsetzen. Somit fand man also auch allerlei „brain food“ für alle wissensdurstigen Veganer und solche, die es vielleicht noch werden wollen. Die nächsten Veggie Planets gibt’s übrigens im Oktober in Graz sowie im November in Wien. Mehr zu den Terminen findet ihr hier

*Danke an Vegane Gesellschaft für die Einladung

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