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Das 1×1 gegen Cellulite inklusive Peelingrezept

Beinahe alle Frauen kennen das Problem: Orangenhaut.
Cellulite ist eine Form der Bindegewebsschwäche, welche sich bei etwa 80% aller Frauen durch unschöne Dellen bemerkbar macht. Warum ist das so? Liebe Leserin: Unser Bindegewebe ist zwar sehr elastisch, damit es während einer Schwangerschaft gut dehnbar bleibt, dafür aber weniger stark vernetzt. Das Fett drückt nun unterschiedlich stark gegen die Fasern des Bindegewebes und die darüber liegende Haut bildet darauffolgend kleine Dellen, die nach einer gewissen Zeit mehr oder weniger sichtbar werden. Lass dir aber wegen ein paar kleiner Dellen nicht den Sommer vermiesen, denn heute erfährst du, wie du hübsch und knackig durch die warme Jahreszeit kommst!

VERZICHTE AUF FETT, ZUCKER UND SALZ
Je mehr Fett deine Zellen speichern, umso größer ist der Druck, den sie auf das umliegende Gewebe ausüben. Ernährst du dich vorwiegend von Zucker, Fett und Salz, werden deine Fettzellen weiterhin voller Motivation viel Druck auf dein Bindegewebe ausüben und sich durch unliebsame Dellen bemerkbar machen. Was hilft stattdessen? Ausreichend basische Kost, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Dazu gehören vor allem Vitamin C (Zitrone, Grapefruit, Paprika), Vitamin E (Vollkornprodukte, Nüsse, Samen), Eiweiß (Ei, Fleisch, Hanfprotein, Soja) und Silicium (Hirse, Hafer, Silicium-Gel aus der Apotheke). Verzichte dafür weitgehend auf ungesundes Fett, sowie Industriezucker und würze deine Gerichte mit Kräutern statt Salz.

VERDRÄNGE DEIN FETT MIT MUSKELMASSE
Cellulite bekämpft man erwiesenermaßen mit regelmäßigem Sport. Ja, ihr lieben Couchpotatoes, ihr wollt es nicht hören, aber wo Muskeln sind, kann das Fett nicht so leicht ran! Die Voraussetzung für straffe, rosige Haut sind Muskeln und das heißt: viel Bewegung. Ideal sind Sportarten, die den Muskelaufbau fördern. Das Gewebe wird viel besser durchblutet und kann somit leichter entschlacken. Jedoch Vorsicht bei starker Bindegewebsschwäche: Versuche starke Erschütterungen zu vermeiden, um deine elastischen Fasern nicht zu überfordern! Yoga, Fahrradfahren und Schwimmen sind hierfür bestens geeignet.

SCHLAFE GUT UND STRESS‘ DICH NICHT
Stress kann Cellulite fördern? Was? Ja, richtig gehört! Zu wenig Schlaf, schlechter Schlaf und zuviel Stress im Allgemeinen führen zu einer gestörten Hormonbalance. Dies wiederum hat Einfluss auf deine Orangenhaut. Neueste Studien haben gezeigt, dass sich deine Fettzellen aufblähen, wenn zu viel Cortisol ausgeschüttet wird. Einen tollen Artikel, der diesen Hormonvorgang beschreibt, gibt es, wenn auch nur in englischer Sprache, hier.

TRINKE AUSREICHEND WASSER
Zwei bis drei Liter täglich sorgen dafür, dass zugeführte Giftstoffe im Körper auch wieder abtransportiert und ausgeschieden werden, anstatt sich einzulagern. Außerdem wirkt die Haut gleich viel praller und straffer!

GÖNNE DEINEN PROBLEMZONEN MASSAGEN
Regelmäßige Bürstenmassagen und Wechselduschen helfen bei Cellulite, da sie Durchblutung und Lymphfluss anregen. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen für effektive Bürstenmassagen. Wer auf die Bürste verzichten möchte und lieber mit ein wenig Körperkraft massiert, greift am besten zu Massageöl mit straffenden Inhaltsstoffen. Mein derzeitiger Favourit ist das Massageöl von Kneipp. Die Haut fühlt sich schon nach einer Woche spürbar straffer und seidiger an.

VERZICHTE AUF ZIGARETTEN UND SONNENBÄDER
Rauchen verengt die Blutgefäße und schränkt dabei auch gleich die Durchblutung deines Bindegewebes ein. Die Zellen werden somit kaum mit Nährstoffen versorgt, die Haut altert schneller und sieht fahler aus. UV-Strahlen schädigen ebenso die elastischen Fasern unseres wundervollen Bindegewebes, lassen sie erschlaffen und tragen dazu bei, dass sich die Fettschicht ohne Weiteres nach außen drücken kann. Deshalb niemals in der prallen (Mittags-)sonne bruzeln und immer brav eincremen!

VERZICHTE AUF TEURE ANTI-CELLULITE CREME
Viele Anti-Cellulite-Produkte versprechen makellose Haut in nur 4 Wochen. Tatsache ist: Orangenhaut kann man leider nicht einfach wegcremen! Dazu müsste die Creme ganz tief unter die Haut und hinein in die Fettschicht. Natürlich können sie bei regelmäßiger Anwendung den Effekt haben, die äußere Hautschicht leicht zu straffen. Die Chancen stehen aber nur dann gut, wenn man die Creme auch richtig einmassiert und somit die Durchblutung fördert. Tests bestätigen außerdem, dass auch teure Mittelchen kaum bis gar nicht helfen. (Nicht zu vergessen: Die grauenhaften Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen, Hautschicht zerstören und Krebszellen füttern können.)

Deshalb lieber das Geld für wirklich sinnvolle Cellulitebekämpfung sparen, wie z.B. für die Lymphdrainage beim Masseur des Vertrauens, ein Faszientraining (mit einer Blackroll), neue Laufschuhe oder ein tolles Fahrrad. 

KOKOS-KAFFEE-PEELING FÜR SCHÖNE, STRAFFE HAUT

Am Ende gibt’s noch mein liebstes DIY-Peelingrezept. Kaffee fördert die Durchblutung und strafft deinen hübschen Körper, Kokosöl regt die Kollagenneubildung an und wirkt antibakteriell. Meersalz hilft mit das Hautbild zu verbessern. Außerdem riecht das Peeling vor, während und nach dem Duschen einfach so unglaublich gut!

http://letstalkcellulite.com/

Zutaten:
1 Tasse frisches Bio-Kaffeepulver oder Kaffeesatz
6 EL Kokosöl
2 EL Meersalz

Zubereitung:
Kaffeepulver und Meersalz mischen. Flüssiges Kokosöl zugeben, durchrühren und zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.
Das Peeling anschließend für etwa 10 Minuten auf den Problemzonen einreiben. Das machst du am besten in der Dusche oder Badewanne, um Flecken zu vermeiden. Hast du empfindliche Hände, benutze zum Einreiben einen Duschhandschuh.
Anschließend ganz normal abduschen. Keine Sorge: Das Öl fühlt sich für Neulinge während des Abduschens noch sehr präsent an, zieht aber nach dem Duschen und Trockentupfen schnell ein und macht die Haut wunderbar weich! Peeling 1-2 mal pro Woche anwenden.


Bildquelle: http://letstalkcellulite.com/

7 Comments

  • Reply
    Diana
    11. Dezember 2017 at 11:22

    Hallo, das ist ein tolles Rezept. Für wie viel ml sind das ungefähr? Habe nämlich 200ml Einmachgläser und möchte sowas zu Weihnachten verschenken.

    • Reply
      Tanja
      11. Dezember 2017 at 12:57

      Hey Diana!
      Ich nehme normalerweise Kaffeetassen mit einem Fassungsvermögen von etwa 150ml. Du kannst aber natürlich auf 200 aufstocken, wenn du auch etwas mehr Kokosöl hinzufügst. (Schätze dann sind es 7 statt 6 EL) Verlass dich einfach auf dein Gefühl – Man kann bei diesem Rezept kaum etwas falsch machen! :)

      Liebe Grüße
      Tanja

  • Reply
    Den Herbst als Zeit der Entspannung nutzen - blattgrün
    4. Dezember 2017 at 22:20

    […] Vollbad mit der nachhaltigen Lavendelseife von Dr. Bonner, eine reinigende Feuchtigkeitsmaske, ein Körperpeeling aus Kaffeesatz oder/und eine kleine Massage können Wunder bewirken, wenn der Herbstblues sich bemerkbar macht, […]

  • Reply
    Das ABC des Zero Waste - blattgrün
    3. September 2017 at 23:42

    […] du, dass Kokosöl der absolute Allrounder im Badezimmer ist? Dass man Kaffeesatz als Peelingzusatz verwenden kann? Oder, dass Essig deine Haare gesünder macht als jede Spülung aus dem […]

  • Reply
    Yvonne
    24. November 2015 at 16:18

    Seit einiger Zeit gehe ich ins Fitness-Studio um etwas straffere Oberschenkel zu bekommen. Ich habe auch lästige Cellulite und werde dieses Rezept einmal ausprobieren. Danke für den Tipp. Versuch macht ja bekanntlich klug. Grüße Yvonne :)

  • Reply
    Christiane
    21. Juni 2015 at 13:25

    Huhu! Toll, werde ich heute gleich testen! Wie lange hält das Öl denn so und muss es immer in den Kühlschrank? Lg

    • Reply
      tanjachampagner
      21. Juni 2015 at 13:46

      Hy Christiane!
      Kokosöl hält sich, wenn schon geöffnet, im Kühlschrank ein gutes Jahr! Auch das Kaffeepeeling würde ich im Kühlschrank aufbewahren, damit es nicht ranzig wird (sicher ist sicher). Vor allem schmilzt es dann schön auf der Haut und ist leichter aus dem Gefäß zu entnehmen. :) Liebe Grüße, Tanja

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