Basenbildene Lebensmittel

Basische Ernährung fördert einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und wirkt einer Übersäuerung im Körper entgegen. Was ist der Säure-Basen-Haushalt aber eigentlich?

Der Körper ist natürlich nicht einfach nur basisch oder nur sauer. Der pH-Wert unserer Magensäure liegt bei 1,2-3,0, während der Darm mit einem Wert von 8,0 basisch ist. Blut liegt mit pH 7,35-7,45 ebenfalls im basischen Bereich. Ein gesunder Stoffwechsel braucht daher auch gesunde pH-Werte, denn schon minimale Abweichungen könnten zu lebensbedrohlichen Zuständen oder sogar zum Tode (Azidose) führen. Dies passiert aber aufgrund der körpereigenen “Puffer” sehr selten bis gar nicht. Diese Puffer sind beispielsweise Knochen, Zähne, Haare, Blut oder Organe. Sie lagern wichtige Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium ein, die wir eigentlich für die Erhaltung unseres gesunden Körpers benötigen.

Die Pizza und das arme Mineralstoffdepot

Essen wir also Pizza, naschen Gummibärchen oder trinken Cola, entstehen im Körper aufgrund von Zucker, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln jede Menge Säuren. Was tut unser Stoffwechsel, um das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen, damit sie ohne Schaden anzurichten wieder aus dem Körper wandern? Er zapft das Mineralstoffdepot an, um die Säuren mit basischen Mineralstoffen zu neutralisieren.
All das wäre kein Problem, wenn wir Pizza alle paar Wochen essen, nur selten Gummibärchen naschen oder auf Cola verzichten würden. Leider stehen diese industriell gefertigten Nahrungsmittel meist täglich auf der Speisekarte. Es kommt, wie es kommen muss: Der Körper weiß, dass basisches Blut für das Überleben höchste Priorität hat und baut konstant Mineralstoffe aus unserem Körper ab. Die Folgen: Karies, Hautunreinheiten, Krampfadern, Cellulite, brüchige Haare und Fingernägel oder gar Haarausfall. Hier sollten eigentlich schon die Alarmglocken unseres Hausverstands läuten. Wir trösten uns aber lieber mit Schokolade darüber hinweg und schieben es auf Alterungserscheinungen. Also verbraucht der Körper weiterhin lebenswichtige Mineralstoffe aus unseren Zellen.
Im Laufe der Jahre muss der Körper also Schwerstarbeit leisten und die chronische Übersäuerung öffnet grippalen Infekten, Allergien, Pilzinfektionen, Gicht, Bandscheibenleiden oder gar typischen, jedoch schwerwiegenden Zivilisationskrankheiten (wie das metabolische Syndrom) freudig die Türen. Klar, denn das Immunsystem arbeitet mittlerweile nur noch mit halber Kraft.

Ade, Übersäuerung!

Eine basische oder basenüberschüssige Ernährung verhindert, dass der Körper Raubbau an sich selbst betreibt. Basische Lebensmittel liefern unseren Zähnen, Organen und Haaren sogar wichtige Mineralstoffe und füllen die Schatzkammern des Körpers wieder auf. Die pH-Werte stimmen, der Stoffwechsel funktioniert jetzt wieder wunderbar und der Körper muss keine Fettzellen mehr anlegen, um Organe vor schädlichen Säuren zu schützen. So können auch Kilos gesünder, besser und schneller purzeln.

So viel zur kurzen und hoffentlich halbwegs verständlich erklärten Geschichte des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper. Deshalb nun zu den basischen Lebensmitteln, die auf eurem Ernährungsplan stehen sollten!

basenbildner

Es gibt eine wahnsinnig große Vielfalt an basischen oder basenbildenden Lebensmitteln für euch. Ganz egal, ob ihr Unverträglichkeiten, Allergien oder Darmerkrankungen habt oder nicht. Gute und schlechte Säurebildner habe ich übrigens schon hier für euch zusammengefasst. Bestenfalls kombiniert ihr basenbildende und (gute) säurebildene Lebensmittel miteinander, um dem Körper die optimale Nährstoffaufnahme zu gönnen. Bei einer basenüberschüssigen Ernährung sollte dies im Verhältnis 80:20 (Basen:Säuren) passieren. 

  • Obst: Äpfel, Mangos, Ananas, Aprikosen, Nektarinen, Avocados, Oliven (grün, schwarz), Bananen, Orangen, Birnen, Clementinen, Papayas, frische Datteln, Pfirsiche, Erdbeeren, Pflaumen, Feigen, Preiselbeeren, Grapefruits, Heidelbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Honigmelonen, Johannisbeeren, Wassermelonen, Kirschen, Weintrauben, Kiwis, Zitronen, Limetten, Mandarinen und viele weitere fruchtige Genüsse sollten auf eurem täglichen Plan stehen. Natürlich vor allem aus biologischem Anbau, sowie regional und saisonal. Tipp: Ein leckeres Zitronen-Ingwer-Wasser am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. 
  • Gemüse: Algen, Okraschoten, Artischocken, Paprika, Auberginen, Pastinaken, Petersilienwurzel, Sellerie, Radieschen, Blumenkohl, Rettich, grüne Bohnen, Romanesco, Brokkoli, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Erbsen, Schalotten, Fenchel, Schwarzwurzel, Frühlingszwiebeln, Spargel, Grünkohl, Gurken, Süsskartoffeln, Karotten, Tomaten, Kartoffeln, Weisskohl, Knoblauch, Wirsing, Kohlrabi, Kürbis, Zucchini, Lauch (Porree), Zwiebeln, Mangold, Austernpilz, Shiitake, Champignons, Steinpilze, Morcheln und Co. sollten den größten Teil eures Tellers beim Mittag- oder Abendessen ausmachen. Wie auch beim Obst ist es sinnvoll auf die drei ökologischen Pluspunkte “biologisch/regional/saisonal” zu achten.
  • Kräuter und Salate: Basilikum, Bataviasalat, Liebstöckel, Bohnenkraut, Löwenzahn, Borretsch Lollo-Salate, Brennnessel, Majoran, Brunnenkresse, Meerrettich, Chinakohl, Chicoree, Melisse, Chilischoten, Muskatnuss, Dill, Nelken, Eichblattsalat, Oregano, Eisbergsalat, Petersilie, Endivien, Pfeffer (alle Arten), Feldsalat, Pfefferminze, Fenchelsamen, Piment, Friseesalat, Rosmarin, Gartenkresse, Rucola (Rauke), Ingwer, Safran, Kapern, Salbei, Kardamom, Sauerampfer, Kerbel, Schnittlauch, Koriander, Schwarzkümmel, Kopfsalat, Sellerieblätter, Kresse, Thymian, Kreuzkümmel, Vanille, Kümmel, Wildpflanzen, Wildkräuter, Kurkuma (Gelbwurz), Ysop, Zimt, Zitronenmelisse, Löwenzahn, Zuckerhut (bitterer Wintersalat) und vieles mehr ergänzen eure basischen Mahlzeiten.
  • Sprossen und Keime: Alfalfa-Sprossen, Radieschen-Sprossen, Bockhornklee-Sprossen, Rettich-Sprossen, Braunhirse-Sprossen, Roggenkeimlinge, Broccoli-Sprossen, Rotkohl-Sprossen, Dinkelkeimlinge, Rucola-Sprossen, Gerstenkeimlinge, Senfsprossen, Hirse-Sprossen, Sonnenblumkerne-Sprossen, Leinsamen-Sprossen, Weizenkeimlinge, Linsen-Sprossen oder auch Mungobohnen-Sprossen machen sich toll in Salaten, auf Brot oder in Smoothies.
  • Nüsse: Erdmandeln, Mandeln, Mandelmus, Maroni und Walnüsse liefern gutes Fett und sind tolle Knabbereien! Eingeweicht kann sie der Körper übrigens noch besser verdauen. Das liegt vor allem an der Phytinsäure
  • Getränke: Früchtesmoothies (DIY!), Grüne Smoothies, Kräutertees, Wasser, Wasser mit 1 TL Apfelessig, Nussmilch (DIY!) oder auch Zitronenwasser schwemmen Giftstoffe bravourös aus dem Körper und liefern dabei zusätzlich noch Energie und je nach Getränk sogar Nährstoffe.

Always look on the bright side of life

Ihr seht also: Es ist gar nicht so schwer sich gesund zu ernähren, denn die Vielzahl der gesunden Lebensmittel ist gegeben. Wie sieht eure basenüberschüssige Ernährung aus? Habt ihr Lieblingsrezepte? Auf welche Säurebildner könntet ihr trotzdem nicht verzichten und warum? Ich freue mich auf eure Anregungen und Antworten! :) 

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