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3 herbstliche Smoothies für’s Immunsystem

Heute hab ich drei Immunbooster-Smoothies für euch, die euch nicht nur gesund durch den Herbst bringen, sondern auch Zero Waste tauglich umsetzbar sind.

Herbstliche Smoothies | Blattgrün

Der Herbst ist ja immer so ein bisschen das Ar#!hl*?h des Jahres. Die Grenze zwischen frostigen und sonnig-warmen Tagen ist in diesen Monaten sehr schmal gehalten. Kein Wunder also, dass sich zwischen September und Dezember überall ganz frech jede Menge Viren und Bakterien verbreiten, einnisten und unserem Leben mit vielen unangenehmen Erkältungssymptomen, mehr oder weniger, zusetzen. Deshalb stelle ich euch heute ein paar meiner Routine-Smoothies vor, die größtenteils mit regionalen und saisonalen Zutaten gemixt werden können. 

Tipps für die Smoothies

Wer mag, kann natürlich noch jeweils eine Banane oder Avocado in den Mixer werfen, um die Sämigkeit zu erhöhen. Wenn ihr es etwas süßer mögt, können 1-2 Datteln sehr gut helfen. Und nicht vergessen: Auch, wenn es ein Getränk ist, gilt es doch als Zwischen“mahlzeit“. Also immer brav einspeicheln, kauen und damit die Verdauung unterstützen. 

Rauna-Apfel

Ob ihr den Rauna nun gekocht oder roh in euren Smoothie gebt, bleibt euch selbst überlassen, jedoch hat beides seine Vorteile. Frischer Rauna, oder auch Rote Bete/Rübe genannt, hat einen hohen Eisen- sowie Folsäureanteil, der die Blutbildung unterstützt. Nebst enthält das Fuchsschwanzgewächs die Vitamine A, C sowie einige Bs (insgesamt alles sehr gut für das Immunsystem, die Zellerneuerung, die Augen, den Blutdruck und die Nerven) und jede Menge Mineralstoffe. Die Farbe verdankt die Rübe übrigens den Anthocyanen, die im Körper antioxidativ wirken und freie Radikale, also zellschädigende Verbindungen, beseitigen. 

Herbstliche Smoothies | Blattgrün

Andererseits enthält Rauna leider recht viel Oxalsäure, die ihr vielleicht auch vom Spinat kennt. Diese geht bei oftmaligem Genuss ziemlich an die Nieren (hallo Nierensteine) und auch die Eisenaufnahme im Körper wird durch sie vermindert. Durch das Kochen lässt sich der Anteil jedoch drastisch verringern und lässt so auch Knochen und Nieren wieder aufatmen. 

Der Apfel im Rezept mildert den Geschmack der roten Bete übrigens ein wenig ab, weshalb er so perfekt in den kleinen, cremigen Immunbooster passt. Das enthaltene Vitamin A von Karotte und Rauna wird durch die Zugabe des Leinöls geboostet. 

50 g Rauna (roh oder vorgekocht)
1 Apfel mit Schale
1 Karotte
0,5 Orangen, geschält
ca. 100ml Wasser
1 TL Leinöl
  1. Die Rauna-Knolle schälen (zwecks Abfärben unbedingt mit Gummihandschuhen arbeiten und keine heiß geliebte Kleidung tragen) und grob zerteilen.
  2. Apfel, Karotte und Orange in grobe Stücke teilen und mit dem Rauna in den Mixer geben.
  3. Mit Wasser auffüllen, Öl hinzugeben und gut durchmixen.

Vogerlsalat-Birne

Die Birne gehört, als Lagerware, neben dem Apfel zur winterlich-österreichischen Vitaminfraktion. Sie tut es der roten Bete gleich und glänzt mit den Vitaminen A, C und Bs, während sie auch sehr magenfreundlich und fettarm ist. Birnen sind außerdem reich an Bor. Was ist Bor? Der vernachlässigte Mineralstoff ist nötig um Kalzium (auch reichlich enthalten) zu speichern und somit obligat für unseren Knochenaufbau bzw. Erhalt. 

Herbstliche Smoothies | Blattgrün

Vogerlsalat/Feldsalat ist recht anspruchslos, unempfindlich gegen Minusgrade und wächst daher auch regional in den kälteren Monaten. Der Vitamin C-Gehalt ist unter allen Salatsorten am höchsten, aber auch Vitamin A, B6 und E finden man im chlorophyllhaltigen Baldriangewächs. Er macht sich somit prima in herbstlichen bis winterlich-süßen Smoothies. 

Ingwer gehört zu den wundervoll wärmenden Gewürzen, die in der kalten Jahreszeit in jeder Küche zu finden sein sollten. Die süß-scharfe Wurzel stimuliert das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und lindert auch mal kurzerhand Blähungen und andere Bauchwehwehchen. 

1 Birne
1 Handvoll Vogerlsalat
Ingwer nach Belieben
1 TL Leinöl
ca. 100ml Wasser
  1. Vogerlsalat waschen und mit ein wenig Wasser zu einer sämigen Creme mixen.
  2. Birne in grobe Stücke schneiden und mit dem Ingwer, dem Leinöl sowie dem restlichen Wasser in den Mixer geben und fertig mixen.

Löwenzahn-Weintraube

Der Löwenzahn – das anspruchsloseste sowie anpassungsfähigste Wildkraut, das ich kenne. Die kleine Pusteblume, die sich ihren Weg zwischen Pflastersteinen erkämpft, kann mehr als man denkt. Die Blätter des Löwenzahns sind reich an Vitamin A sowie C und enthalten jede Menge Mineral- sowie sekundäre Pflanzenstoffe (die enthaltenen Bitterstoffe helfen z.B. bei Verdauungsproblemen). Löwenzahn hat übrigens auch eine harntreibende Wirkung, unterstützt damit Nieren sowie Blase und regt die „Entwässerung“ des Körpers an. (Wenn gepflückt wird, dann bitte niemals neben stark befahrenen Straßen, am Rande konventionell bewirtschafteter Felder oder in Naturschutzgebieten.) 

Herbstliche Smoothies | Blattgrün

OPC, sogenannte oligomere Proanthocyanidine, finden sich als sekundäre Pflanzenstoffe in Weintrauben (und Wein, hurra!), allem voran in den Kernen. Diese kleinen Zellbeschützer agieren mit den freien Radikalen und beseitigen diese. Trauben sind zwar recht fruchtzuckerreich, jedoch auch ballaststoffreich und in Maßen genossen gut für’s Herz. OPC in Verbindung mit Quercetin und Resveratrol (ebenso sekundäre Pflanzenstoffe) schützt vor Gefäßschäden und damit u.a. vor Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Bio, rot, mit Kern – Die beste und gesündeste Variante! (Ich hatte aber grad die weißen Pendants zuhause, nur, falls ihr sehr aufmerksam die Bilder betrachtet und euch wundern solltet.)

1 Apfel
1 kleine Handvoll Weintrauben
1 Handvoll Löwenzahnblätter*
1 TL Nussmus
ca. 100ml Wasser
  1. Löwenzahnblätter (*oder andere Herbstkräuter nach Belieben und Gusto) mit Wasser und Nussmus im Mixer zu einer cremigen Masse pürieren.
  2. Anschließend die Weintrauben und den Apfel, zuvor in grobe Stücke geschnitten, hinzugeben und mitmixen.

 

Wie steht ihr zu Smoothies? Yay or nay? Achtet ihr beim Mixen der Smoothies auf Regionalität oder greift ihr gerne auch zu tropischen Zutaten? Habt ihr phänomenale Lieblingsrezepte oder ganz besonders leckere Kombinationen, die ihr mit mir teilen möchtet? 

Ich liebe es von meinen LeserInnen zu lesen! Inspiriert mich mit einem Kommentar oder erntet gutes Karma und teilt diesen Beitrag in den unendlichen Weiten des Internets. Ich freu mich und sag dankeschön! ♥

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2 Comments

  • Reply
    Christina
    6. November 2017 at 23:05

    Hallo Tanja!
    Danke für diese leckeren Inspirationen!
    Ich habe in letzter Zeit tatsächlich öfter an meinen Smoothie Rezepten gezweifelt (so mit Mango oder Avocado, nicht gerade die regionalsten Zutaten) – super, dass ich jetzt ein paar Ideen für neue Rezepte habe!
    Liebe Grüße,
    Christina

    • Reply
      Tanja
      9. November 2017 at 18:35

      Hey Christina!
      Bitte, gern doch! Ich hoff, es ist was für dich dabei. :)
      Liebe Grüße

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